Gefeuert, gegangen...

Wen Donald Trump schon alles in die Wüste geschickt hat

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2007 bekam Donald Trump für „The Apprentice“ einen Stern auf dem „Hollywood Walk Of Fame“. In der Show wurde ein Kandidat für einen Einjahresvertrag in einem der Trump-Unternehmen gesucht.

„You‘re fired“ - mit diesem Spruch sorgte Donald Trump für Aufsehen, als er noch Moderator der TV-Show „The Apprentice“ war. Damals bereits ein Vorgeschmack auf das aktuelle Köpferollen im Weißen Haus?

Washington - Noch nie hat es in einer US-Regierung in so kurzer Zeit so viele Rücktritte und Entlassungen gegeben wie in den nur gut sechs Monaten der Ära Donald Trumps. Den jüngsten Rauswurf ereilte jetzt Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci - er musste nach gerade einmal nach zehn Tagen seinen Hut nehmen. Scaramucci ist der bislang letzte Name auf einer langen Liste. Eine Auswahl.

Sally Yates, 30. Januar: Trump feuert die amtierende Justizministerin und Chefanklägerin, offiziell vor allem wegen ihres Widerstandes gegen seine Einwanderungspolitik.

Michael Flynn, 13. Februar: Nach nur 23 Tagen im Amt tritt Trumps nationaler Sicherheitsberater zurück. In die Russland-Affäre über eine etwaige Beeinflussung der Präsidentenwahl verstrickt, fällt Flynn letztlich, weil er Vize Mike Pence angelogen hat.

Katie Walsh, 30. März: Sie wird in der Mannschaft von Stabschef Reince Priebus von Trumps Team als undichte Stelle identifiziert und entlassen.

Einer der prominentesten Abgänge: Ex-FBI-Chef Comey.

James Comey, 9. Mai: Trump feuert den FBI-Chef, eine Sensation. Die Russland-Affäre nimmt immer weitere Fahrt auf.

Mike Dubke 30. Mai: Nach nur drei Monaten im Amt wirft der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses hin. Zunächst macht Sprecher Sean Spicer seinen Job mit, später soll ihm ein Mann namens Anthony Scaramucci folgen.

Walter Shaub, 6. Juli: Der Direktor des unabhängigen Büros für Regierungsethik wirft entnervt hin. Begründung: Wenn es um ethische Standards gehe, seien die USA einer Lachnummer nahe.

Mark Corallo, 20. Juli: Der Sprecher des Anwaltsteams, das Trump in der Russland-Affäre verteidigt, tritt zurück.

Mark Kasowitz, ebenfalls 20. Juli: Der vorsitzende Anwalt dieses Kreises, tritt ebenso ab.

Sean Spicer, 21. Juli: Als sein Präsident ihm Anthony Scaramucci als Kommunikationsdirektor vor die Nase setzen will, mag Trumps Sprecher nicht mehr - er nutzt die Gelegenheit und wirft hin.

Michael Short 25. Juli: Stellvertretender Pressesprecher, tritt zurück. Zuvor hatte Scaramucci bei „Politico“ laut über Shorts Kündigung nachgedacht, was er später als „Leak“ bezeichnen sollte.

Video: Scaramucci ist Trumps jüngstes Opfer

Reince Priebus, 28. Juli: Trumps Stabschef verlässt seinen Posten. Er sagt, gerne und freiwillig. Andere sagen, Trump habe ihm keine Wahl gelassen und ihm den Stuhl vor die Tür gestellt.

Anthony Scaramucci, 31. Juli: Erst zehn Tage zuvor zum Kommunikationsdirektor bestallt, ist der New Yorker Ex-Wallstreet-Banker seinen Posten schon wieder los. Dem Vernehmen nach das erste deutlich Signal des neuen Stabschefs John Kelly: Mit Querelen und Chaos sei es jetzt dann mal gut

mm/dpa

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