Verband: Merkel knickt vor Atomlobby ein

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Bei den Gegnern der verlängerten Atomlaufzeiten steht Kanzlerin Angela Merkel massiv in der Kritik.

Berlin - Der Koalitionskompromiss für längere Laufzeiten der Atomkraftwerke stößt bei Umweltverbänden und Kernenergiegegnern auf massive Kritik. Jetzt wollen die Gegner den Protest auf die Straße bringen.

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Der Naturschutzbund NABU warf der Koalition am Montag vor, sie bremse die erneuerbaren Energien aus und sorge für einen wachsenden Atommüllberg. Es schlage “die Stunde der Ideologen“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. “Kanzlerin Merkel knickt vor der Atomlobby ein und zieht den Ausstieg aus dem Atomausstieg durch, ohne sich um wissenschaftliche Erkenntnisse oder die Meinung der Bevölkerung zu scheren.“

Die Anti-Atom-Initiative “ausgestrahlt“ kündigte Massenproteste an. Der gesellschaftliche Streit gehe jetzt erst richtig los. “Die Absprachen der letzten Nacht werden der Regierung um die Ohren fliegen. Das wird keinen Bestand haben, weil der gesellschaftliche Gegenwind zu groß sein wird“, prophezeite der Sprecher der Initiative, Jochen Stay. Schon am 18. September werde es in Berlin eine bundesweite Großdemonstration geben.

dpa

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