US-Wahlen 2020

Donald Trump will 100 Millionen Dollar in Wahlkampf stecken - Hat er das Geld überhaupt?

Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Henderson, Nevada.
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Donald Trump zieht in Erwägung, 100 Millionen Dollar seines Vermögens in den Wahlkampf zu investieren.

Donald Trump soll vorhaben, 100 Millionen Dollar seines eigenen Geldes in den Wahlkampf zu investieren. Jedoch gibt es Zweifel, ob der US-Präsident flüssig genug ist.

  • US-Wahlkampf 2020 - Donald Trump* und Joe Biden* sammeln fleißig Spenden für ihre Kampagnen.
  • Donald Trumps Kampagne soll bereits 800 Millionen Dollar der insgesamt 1,1 Milliarden ausgegeben haben.
  • Trump dementiert die Berichte und sucht die Schuld bei anderen.

Update vom Dienstag, 15.09.2020, 16.55 Uhr: Donald Trump zieht in Erwägung, 100 Millionen Dollar in seinen Wahlkampf zu investieren. Das berichtet die Nachrichtenseite „Bloomberg“. Ob der US-Präsident überhaupt über diese finanziellen Mittel verfügt, ist jedoch unklar. Seine vergangenen Auskünfte zeigen, dass Trump Ende 2019 eine Geldreserve im Bereich zwischen 46,7 Millionen und 156,6 Millionen Dollar besaß. Mit einer Investition von 100 Millionen Dollar würde er einen Großteil aufbrauchen. Zwar ist Trump im Besitz von zahlreichen Immobilien und Aktien, diese jedoch kurzfristig in Geld umzuwandeln, könnte sich als schwierig erweisen.

Donald Trump kündigt an, sein eigenes Geld in den Wahlkampf zu stecken

„Wenn ich muss, werde ich es tun“, sagte Donald Trump am 8. September über eine mögliche Investition seines Geldes in den Wahlkampf. „Wir werden aber nicht müssen.“ Seine Kampagne verfüge über mehr Geld als noch im Wahlkampf 2016, schrieb Trump auf Twitter. Es werde nur anders und besser verwendet.

Der US-Präsident* soll in seiner Amtszeit 10 Prozent seines Reinvermögens verloren haben, wie „Bloomberg" berichtet. Im letzten Jahr schrumpfte es um weitere 300 Millionen Dollar. Mike Bloomberg, ehemaliger Präsidentschaftskandidat für die Demokraten, wird währenddessen 100 Millionen Dollar in den Wahlkampf von Joe Biden investieren.

US-Wahl 2020: Geht Donald Trump das Geld aus?

Update vom Mittwoch, 09.09.2020, 16.56 Uhr: Wie die „New York Times“ berichtet, soll Ed Rollins, ein langähriger Wahlkampfstratege der Republikaner, Donald Trumps inzwischen entlassenen Wahlkampfmanager Brad Parscale beschuldigt haben, Wahlkampfgelder verschwendet zu haben. „Wenn Sie 800 Millionen Dollar ausgeben und 10 Prozentpunkte Rückstand haben, müssen Sie wahrscheinlich die Frage beantworten: ‚Was war der Plan?‘“, so Rollins, der Parscale außerdem im Umgang mit den Wahlkampfmitteln einen „betrunkenen Seemann“ nannte.

Auf Fox News wurde Mercedes „Mercy“ Schlapp, Trumps Direktorin für strategische Kommunikation, auf die klammen Finanzmittel angesprochen und bestritt, dass die Wahlkampfkasse bald leergeräumt sei und betonte, dass bereits seit über zwei Jahren in den Wahlkampf in allen relevanten Statten investiert worden sei. Außerdem gehe Trumps neuer Wahlkampfchef Bill Stepien sehr verantwortlich mit dem verbliebenen Budget um und achte darauf, dass das Geld in den „richtigen Staaten“ ausgegeben werde.

Wahlkampf-Budget wird knapp: Donald Trump reagiert auf Medienberichte

Update vom Dienstag, 08.09.2020, 19.56 Uhr: US-Präsident Donald Trump reagiert auf Medienberichte, nach denen große Teile seines Wahlkampf-Budgets aufgebraucht seien. Trump sagte vor dem Abflug zu Auftritten in den Bundesstaaten Florida und North Carolina, er wolle für seine Wiederwahl notfalls auch Geld aus seinem Privatvermögen einsetzen. „Ich würde das tun, wenn ich müsste, aber wir sind in einer sehr guten Lage“, so Trump. Sein Team habe derzeit „viel mehr Geld“ zur Verfügung als zur gleichen Zeit im Wahlkampf vor vier Jahren, sagte Trump.

Falls für einen Wahlsieg wider Erwarten mehr Geld nötig sei, würde er das zuschießen, sagte der frühere New Yorker Immobilienunternehmer. „Was auch immer nötig ist, wir müssen gewinnen“, sagte Trump. „Das ist die wichtigste Wahl in der Geschichte unseres Landes.“ Trump äußerte zudem auf Twitter, seine Kampagne sei wegen des „China Virus“ dazu gezwungen gewesen, Geld auszugeben, um „Fake News“ zum Umgang der US-Regierung mit der Krise entgegenzutreten.

US-Präsident Donald Trump: Geld prägt den Wahlkampf in den USA

Erstmeldung vom Dienstag, 08.09.2020, 16.58 Uhr: Es ist kein Geheimnis, dass im US-Wahlkampf reichlich Gelder fließen. Wer ins Weiße Haus einziehen will, muss sich zunächst im Wahlkampf ein finanzielles Polster aneignen. Das zeigt zumindest der Blick in die Vergangenheit.

Seit 2000 gewann der Kandidat mit den meisten Spendeneinnahmen. Mit einer Ausnahme: Vor vier Jahren triumphierte erstmals der Kandidat, der weniger Gelder einnahm - Donald Trump. Während Kontrahentin Hillary Clinton knapp 235 Millionen Dollar mehr einnahm, setzte sich Trump im Wahlkampf* dennoch durch. Ein Erfolg, auf dem sich der amtierende Präsident besser nicht ausruhen sollte, denn Statistiken belegen: Wer den finanziellen Wahlkampf anführt, führt auch in den Umfragen.

Donald Trump könnten schon bald das Geld im Wahlkampf ausgehen

Donald Trump selbst hat keine Zweifel an seinen Qualitäten als erfolgreicher Geschäftsmann. Geldprobleme bestreitet Trump seit jeher. „I am very rich“ betonte er 2015 bei seinem Wahlkampfauftritt in den USA. Erst kürzlich machte der amtierende Präsident allerdings mit auffälligen Zahlungen auf sich aufmerksam. Aus Dokumenten der Behörde  zur Wahlkampfregulierung geht hervor, dass rund 2,3 Millionen US-Dollar aus der Wahlkampfkasse in die Trump-Unternehmen* umgeleitet wurden. Die größte Summe von rund 38.000 US-Dollar ging davon an die Trump Tower Commercial LLC.

Die Umverteilung seiner Spendengelder wirft Zweifel auf. So unterstellt die New York Times dem amtierenden Präsidenten, dass seine Wahlkampfkampagne* mit einer erheblichen finanziellen Krise konfrontiert sei. Auch die Einstellungen der Fernsehwerbung seien ein Indiz für die finanzielle Schieflage von Trump

Geld verspielt: Die Wahlkampagne von Donald Trump gerät in finanziellen Engpass

Donald Trumps Geldreserven für die Präsidentschaftswahl sind verbraucht. Die Wiederwahlkampagne hat ihren Geldvorteil verspielt, indem sie mehr als 800 Millionen der 1,1 Milliarden Dollar aufgebraucht hat. Ein finanzieller Engpass, der die Kampagne zu einer strengeren Finanzplanung zwingt. Etliche Ausgaben stehen plötzlich auf dem Prüfstand. So investierte Trump beispielsweise 11 Millionen Dollar in eine Super-Bowl-Anzeige.

Donald Trumps Wahlkampfmanager: Brad Parscale soll geprasst haben

Donald Trumps ehemaliger Wahlkampfmanager, Brad Parscale, nannte ihn einen „unaufhaltsamen Molch”. Von Wahlkampfhelfern und Trump-Verbündeten wird Parscale selbst als verschwenderisch beschrieben. Wahlkampfunterlagen beweisen, dass Donald Trumps Wahlkampagne unter Brad Parscale unnötig Geldreserven verschoss. Seit Juli ist Bill Stephien der Wahlkampfmanager an Trumps Seite. Dieser soll einen Sparkurs eingeschlagen haben, der unter anderem vorsieht, das Reise- und Werbebudget einzugrenzen.

Donald Trumps Familie kassiert Wahlkampfsgelder ab

Die Wahlkampfgelder des amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten verschwinden nicht nur in seinen eigenen Unternehmen: Besonders die Familie von Donald Trump profitiert von seiner Wiederwahlkampagne. Laut Beratern des Weißen Hauses bekommen die Söhne des Präsidenten jeweils 180.000 Dollar pro Jahr. Kimberly Guilfoyle, die Freundin von Donald Trump Jr.* und Lara Trump, die Ehefrau von Eric Trump* würden einen monatlichen Zuschuss von jeweils 15.000 Dollar pro Monat aus dem Wiederwahlkampf erhalten. Diese Zahlungen sind bislang von Brad Parscale getätigt worden, der daraus kein Geheimnis macht. „Ich kann sie bezahlen, wie auch immer ich sie bezahlen will“, so Parscale.

Demokraten werfen Donald Trump Wahl-Sabotage vor

Dass es bei dem Rennen um die Präsidentschaftswahl* eng wird, zieht der amtierende Präsident mittlerweile selbst in Betracht. So erklären sich zumindest die Demokraten den Sabotageversuch des US-Präsidenten. Dieser blockierte zuletzt ein 25-Milliarden-Dollar-Hilfspaket* für die angeschlagene Post. Daraufhin warfen die Demokraten Trump vor, die Präsidentenwahl im November, die überwiegend per Brief* stattfindet, zu sabotieren.  (Jennifer Richter) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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