Obama oder Romney?

Endspurt: Hochspannung im US-Wahlkampf

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Nach einem monatelangen erbitterten Schlagabtausch zwischen Barack Obama und Mitt Romney geht der Wahlkampf in den USA am Montag mit einem letzten Marathon der beiden Kandidaten durch die Swing States zu Ende.

Washington - Nach einem monatelangen erbitterten Schlagabtausch zwischen Barack Obama und Mitt Romney geht der Wahlkampf in den USA am Montag mit einem letzten Marathon der beiden Kandidaten durch die Swing States zu Ende.

Und das Rennen um die US-Präsidentschaft ist weiterhin offen wie kaum eines zuvor. In landesweiten Umfragen liegt Obama vor der Wahl am Dienstag mit einem hauchdünnen Vorsprung in Führung. Außerdem zeichnete sich für ihn ein leichter Vorteil in Swing States wie Ohio und Wisconsin ab, die die Wahl entscheiden könnten. Romney versuchte am Sonntag mit einer Wahlkampfoffensive im mehrheitlich demokratischen Pennsylvania, die Wähler in diesem Staat noch für sich zu gewinnen.

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Obamas Team sprach von einem verzweifelten Versuch Romneys, der angesichts der jüngsten Umfragen in Ohio - ein Sieg dort ist praktisch Pflicht für den Republikaner - seine Felle davonschwimmen sehe. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit seinem Vizekandidaten Paul Ryan in Morrisville kam Romney am Sonntag zur Titelmusik von „Rocky“ auf die Bühne.

Letztes TV-Duell Obama gegen Romney: Die Bilder

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„Die Menschen in Amerika verstehen, dass wir uns das Weiße Haus zurückholen werden, weil wir in Pennsylvania gewinnen werden“, sagte Romney vor einer großen Menge von Unterstützern. Bei den vergangenen fünf Wahlen hat Pennsylvania immer demokratisch gewählt, doch nach jüngsten Umfragen rechnet sich Romney dort Chancen aus. Sein Wahlkampfteam intensivierte in den vergangenen Tagen in dem Staat die Werbung und auch die Demokraten wollten zur Absicherung ihres Terrains am Montag Top-Wahlkämpfer Bill Clinton nach Pennsylvania schicken.

Vorsprung für Obama

In absoluten Wählerzahlen liegt Obama in den jüngsten Umfragen knapp in Führung. In einer am Wochenende veröffentlichten Erhebung von NBC und dem „Wall Street Journal“ kam er auf 48 Prozent der Stimmen, Romney auf 47 - bei einer Fehlerquote von 2,25 Prozentpunkten. Die letzte Umfrage des Pew Research Centers attestierte Obama sogar einen Vorsprung von 48 zu 45 Prozent- bei einer Fehlerquote von 2,2 Prozentpunkten. Auch bei den Wahlmännern, auf die es bei der Abstimmung letztlich ankommt, zeichnete sich vor allem durch gute Umfragewerte in Iowa, Wisconsin und Ohio ein möglicher Vorteil für Obama ab.

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Dieser tourte am Sonntag durch New Hampshire, Florida, Ohio und Colorado und wollte am Montag in Wisconsin, Iowa und noch einmal in Ohio Station machen. Unter anderem war für Montag auch ein Auftritt mit Rocksänger Bruce Springsteen geplant und auch andere prominente Unterstützer wie Scarlett Johansson und Samuel L. Jackson intensivierten mit Interviews in Radio- und Fernsehsendern noch einmal ihre Wahlwerbung für Obama. In New Hampshire versprach der Präsident am Sonntag über die Parteigrenzen mit den Republikanern zusammenarbeiten, betonte aber gleichzeitig, dass einige Dinge nicht verhandelbar seien wie Stipendien für Universitätsstudenten oder seine Gesundheitsreform. „Das ist kein Preis, den ich gewillt bin zu bezahlen“, sagte er.

Romney machte neben Pennsylvania am Sonntag auch Wahlkampfstopps in Ohio, Iowa und Virginia. Für den letzten Tag vor der Wahl standen erneut Ohio, Virginia und New Hampshire auf dem Programm.

Romney muss mehr der besonders umkämpften Staaten gewinnen, um die 270 Wahlmännerstimmen zu erreichen, die für einen Wahlsieg nötig sind. Nach der jüngsten Berechnung der Nachrichtenagentur AP kann Obama bereits ziemlich sicher mit 249 Wahlmännerstimmen rechnen, wenn man Staaten wie Iowa, Nevada und Pennsylvania einrechnet, die zu dem Demokraten tendieren. Sein Herausforderer hat erst 206 Stimmen auf der Haben-Seite. Übrig bleiben damit 83 Wahlmännerstimmen in den Staaten Colorado, New Hampshire, Florida, Ohio, Virginia und Wisconsin. Wer 270 Wahlmänner gewinnt, hat auch die Wahl für sich entschieden.

dapd

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