Debatte um Brände an Westküste

US-Wahl: Herzogin Meghan zieht Trumps Aufmerksamkeit auf sich - Er hat fiese Mann-zu-Mann-Botschaft für Harry

Im US-Wahlkampf hinkt Präsident Donald Trump laut Umfragen Joe Biden hinterher. Der greift seinen Kontrahenten scharf an - wegen der Brände an der Westküste und Corona.

  • Joe Biden geht als Kandidat der US-Demokraten in die US-Wahl 2020.
  • Der Demokrat Joe Biden attackiert die Politik von Präsident Donald Trump* scharf.
  • Der republikanische Amtsinhaber Trump sät im Wahlkampf unterdessen Zweifel - und kündigt einen Corona-Impfstoff an.

Update vom 24. September, 18.16 Uhr: US-Präsident Donald Trump wollte heute an einer Trauerfeier für die verstorbene Richterin Ruth Bader Ginsburg teilnehmen - doch das lief offenbar gar nicht gut für ihn.

Wahlkampf USA: US-Präsident Donald Trump wird am Sarg der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg ausgebuht

Viele Menschen, die sich vor dem Surpreme Court versammelt hatten, buhten den aktuellen US-Präsidenten lautstark aus. „Wählt ihn ab!“, sei von den Demonstranten gerufen worden, ebenso wie „Respektiert ihren Wunsch“. Die langjährige Richterin am obersten Surpreme Court der USA hatte nach Angaben ihrer Enkelin wenige Wochen vor ihrem Tod den Wunsch zum Ausdruck gebracht, erst ersetzt zu werden, wenn ein neuer Präsident im Amt ist. Trump dagegen will schon bald für die Nominierung eines neuen Richters sorgen - und hat Amerika damit einmal mehr gespalten.

US-Wahl: Donald Trump attackiert Meghan Markle - und hat eine fiese Botschaft für Harry

Update vom 24. September, 12.23 Uhr: Verunsichern ihn die aktuellen Umfragen zur US-Wahl 2020 (siehe Ursprungsmeldung) ?US-Präsident Donald Trump hat jetzt jedenfalls nicht nur seinen Herausforderer Joe Biden, sondern auch Herzogin Meghan* attackiert - offenbar wegen ihrer Kommentare zu derselben. Er sei „kein Fan“, sagte Trump am Mittwoch über die Ehefrau des britischen Prinz Harry*. Dem Prinzen wünschte Trump ironisch „viel Glück“. Dieser werde es „gebrauchen können“.

Die US-Bürgerin Meghan Markle hatte am Dienstag im Sender ABC gesagt: „Alle vier Jahre wird uns gesagt: ‚Dies ist die wichtigste Wahl unseres Lebens.‘ Aber diese ist es.“ Schon einige Wochen zuvor hatte die vormalige Schauspielerin mit Äußerungen zur US-Wahl für Aufsehen gesorgt. Damals hatte sie gesagt, das Land brauche unbedingt „Veränderung“. In ihren Kommentaren zur Wahl nannte Herzogin Meghan zwar nie Trump oder Joe Biden beim Namen - dennoch wurden die Äußerungen allgemein als Distanzierung vom Präsidenten verstanden.

US-Präsident Donald Trump ist „kein Fan" von Herzogin Meghan - höchstwahrscheinlich wegen ihrer Äußerungen zur US-Wahl 2020.

US-Wahl: Trump leugnet Klimawandel - Herausforderer Biden: „Höllische Ereignisse werden häufiger“

Ursprungsmeldung vom 17. September: Washington – Für US-Präsidentschaftskandidat* Joe Biden* läuft der Wahlkampf gegen den amtierenden Regierungschef der USA, Donald Trump*, bislang erfolgreich. Laut jüngsten Umfragen von Mitte September lag Herausforderer Biden deutlich vor seinem Kontrahenten.

Sogar Trumps Haussender Fox News sah Biden mit fünf Prozentpunkten vorne. Bei einer Erhebung eines Teams der University of Southern California kam der Demokrat sogar auf 52 Prozent, während der Amtsinhaber nur 42 Prozent erreichte. Und auch die Webseite Realclearpolitics.com, die Durchschnittswerte aktueller Umfragen aggregiert, notierte 7,1 Prozentpunkte Rückstand für US-Präsident Trump.

US-Wahl 2020: Joe Biden will Kamala Harris zur ersten schwarzen Vizepräsident machen

Nach dem Mord an dem Afroamerikaner George Floyd* und unzähligen „Black Lives Matter“-Protesten* weltweit rückten die Belange schwarzer US-Bürger wieder deutlich mehr in den Vordergrund. Biden, kam der Hoffnung vieler Afroamerikaner auf eine Schwarze als Vize-Präsidentschaftskandidatin nach.

Der 77-Jährige gab bereits Anfang März bekannt, im Falle eines Sieges bei der US-Wahl 2020* eine Frau zur Vize-Präsidentin zu machen. Noch nie in der Geschichte der USA bekleidete eine Frau diese Position. Letztlich setzte sich US-Senatorin Kamala Harris* gegen ihre Mitbewerberinnen durch.

Der Wahlkampf zwischen Donald Trump und Joe Biden beschäftigt die USA.

Während sich der demokratische Kandidat im Aufwind befindet, sät der aktuelle Präsident schon vor dem Wahltag am 3. November Zweifel. „Wir werden diese Wahl nur verlieren, wenn sie manipuliert wird“, behauptete Trump im Wahlkampf. Auch wegen der Corona-Pandemie* steht die Vereinigten Staaten von Amerika, eine der ältesten Demokratien der Welt, vor ungekannten Herausforderungen. Die Anzahl der Briefwähler dürfte so hoch wie nie sein, allerdings werden an vielen Orten immer noch veraltete Wahlmaschinen eingesetzt.

Trotzdem sind Experten sicher, dass ein Wahlbetrug nicht möglich ist. „Es gibt ein System, um Wahlbetrug zu verhindern“, meinte John Hudak von der US-Denkfabrik Brookings Institute. Harvard-Professor Stephen Ansolabehere stimmte Hudak zu: „Trumps Anschuldigungen haben zur Folge, dass jeder genau hinschauen wird. Und wenn jeder hinschaut, wird es schwer zu betrügen.“

US-Wahl 2020: Demokrat Joe Biden mit verbalen Attacken gegen Präsident Trump wegen Corona-Impfstoff und Bränden

Unterdessen erhob Joe Biden harte Vorwürfe gegen Präsident Donald Trump. „Die erste Aufgabe des Präsidenten besteht darin, das amerikanische Volk zu schützen, und das wird er nicht tun. Das disqualifiziert ihn völlig“, bescheinigte Biden seinem politischen Gegner, für den Job im Weißen Haus ungeeignet zu sein.

Gerade Trumps Umgang mit der Corona-Krise* und auch dessen Ankündigung, die USA könnten in wenigen Wochen einen Impfstoff* besitzen, sieht der Demokrat kritisch. „Lassen Sie mich eines klarstellen: Ich vertraue auf Impfstoffe, ich vertraue auf Wissenschaftler, aber ich vertraue nicht Donald Trump“, bekräftigte Biden.

Video: Waldbrände durch trockenes Laub? Für Biden ist Trump ein „Klimabrandstifter“

Das Staatsoberhaupt der USA bewertete indes auch die verheerenden Brände an der Westküste des Landes auf seine Art. Den Klimawandel und die Erderwärmung sieht Trump nicht als Ursachen - entgegen wissenschaftlicher Ergebnisse. „Ich glaube nicht, dass die Wissenschaft Bescheid weiß“, befand der US-Präsident. Trump kritisierte bezüglich der Waldbrände vorwiegend das örtliche Forstmanagement, das Wort Klimawandel fiel in seinen Ausführungen nicht.

Biden konterte dies mit scharfer Kritik und prophezeite den USA eine düstere Zukunft: „Donald Trumps Leugnen des Klimawandels hat diese Feuer und Rekordfluten und Rekord-Hurrikans wohl nicht verursacht, aber falls er eine zweite Amtszeit bekommt, werden diese höllischen Ereignisse noch häufiger, zerstörerischer und tödlicher werden.“ (kh) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Joe Cavaretta/South Florida Sun-Sentinel/AP/dpa/picture alliance

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