Im Persischen Golf

US-Schiff feuert Warnschüsse gegen iranisches Boot ab

+
Dieses Standbild der US-Marine zeigt, wie ein Schiff der iranischen Revolutionsgarde Kurs auf die USS Thunderbolt hält.

Ein Schiff der US-Marine hat im Persischen Golf Warnschüsse gegen ein Boot der iranischen Revolutionsgarden abgefeuert.

Washington - Das iranische Boot habe sich dem Patrouillenschiff "USS Thunderbolt" mit großer Geschwindigkeit bis auf eine Entfernung von nur knapp 140 Metern genähert, sagte am Dienstag ein Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums. Die Revolutionsgarden bestritten diese Version des Vorfalls.

Nach Angaben des Pentagons reagierte die iranische Besatzung auf andere Warnsignale nicht, worauf die US-Crew die Schüsse abgefeuert habe. Daraufhin habe das iranische Schiff angehalten, sagte der Mitarbeiter. Mit ihrem Verhalten hätten die Iraner gegen die international anerkannten Schifffahrtsregeln verstoßen.

Die Revolutionsgarden bezichtigten hingegen die US-Besatzung der "Provokation und Einschüchterung". Nach ihrer Darstellung war es das US-Schiff, das sich dem iranischen Boot näherte. Die iranische Crew habe darauf aber nicht reagiert, sondern ihre Fahrt fortgesetzt.

Auf den Meereswegen der Region hatte es bereits zuvor ähnliche Vorfälle gegeben. Im Januar feuerte in der Straße von Hormus die Besatzung eines US-Zerstörers Warnschüsse gegen vier Schiffe der Revolutionsgarden ab, die sich laut US-Angaben ebenfalls mit großer Geschwindigkeit genähert hatten. Im Januar 2016 nahm die iranische Marine vorübergehend die Besatzung von zwei US-Patrouillenbooten fest.

Seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump vor einem halben Jahr haben sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärft. Trump will zwar bis auf Weiteres an dem unter seinem Vorgänger Barack Obama ausgehandelten Atom-Abkommen mit Teheran festhalten. Am Dienstag beschloss das US-Repräsentantenhaus jedoch weitere Sanktionen gegen den Iran.

Bei einem Besuch in Saudi-Arabien im Mai hatte Trump den Iran als Förderer des Extremismus angeprangert und dazu aufgerufen, das Land international zu isolieren.

AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare