US-Regierung genehmigt neue Atomkraftwerke

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Ein Atomkraftwerk in Oak Harbor im US-Bundesstaat Ohio.

Washington - Die US-Regierung hat erstmals seit mehr als 30 Jahren den Bau neuer Atomreaktoren genehmigt. Präsident Obama ist ein Verfechter der Kernkraft. Was geplant ist:

Das Unternehmen Southern Company erhalte Lizenzen, ihr bestehendes Kernkraftwerk Vogtle im US-Bundesstaat Georgia zu erweitern, teilte die Regulierungsbehörde NRC am Donnerstag in Washington mit. Es ist die erste derartige Genehmigung seit dem schweren Atomunfall im Atomkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg 1979.

Die Erlaubnis für den Bau zwei neuer Reaktoren werde gegen den Widerstand des NRC-Vorsitzenden Gregory Jaczko vergeben, der Sicherheitsbedenken vorbrachte. Das berichtete die Fachagentur Bloomberg. Jaczko fordere die verbindliche Zusage des Unternehmens, die neuen Anlagen nach scharfen Sicherheitsstandards zu betreiben, an denen die Behörde seit dem GAU im vergangenen Jahr im japanischen Fukushima arbeitet.

Oval Office: Hier arbeitet der US-Präsident

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Southern Company bezeichnete die Lizenzvergabe in einer Mitteilung als “monumentale Leistung“. Es handele sich um eine 14 Milliarden Dollar (10,5 Milliarden Euro) große Investition, die 25 000 neue Arbeitsplätze schaffe. Die Reaktoren sollen 2016 und 2017 ans Netz gehen.

US-Präsident Barack Obama ist ein Verfechter der Kernkraft. Der Ausbau des Netzes von mehr als 100 alten und alternden Reaktoren, die rund ein Fünftel der US-Elektrizität produzieren, gehört zu den Säulen seiner Energiepolitik. Seine Regierung hatte der Industrie deshalb milliardenschwere Kreditgarantien gegeben.

dpa

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