Cell Broadcasting

Nach Unwetter-Katastrophe: Seehofer sieht „kein vernünftiges Argument“ gegen SMS-Warnung

Horst Seehofer (CSU), Bundesinnenminister, kommt zur Sitzung des Bundestags-Innenausschusses. Die aktuelle Lage in den Hochwassergebieten und die Abläufe der Alarmierungsverfahren sollen besprochen werden.
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Horst Seehofer (CSU), Bundesinnenminister, kommt zur Sitzung des Bundestags-Innenausschusses. Die aktuelle Lage in den Hochwassergebieten und die Abläufe der Alarmierungsverfahren sollen besprochen werden.

Gegen lokale SMS-Warnungen vor Unwetter gab es in der Bundesregierung wohl Widerstand. Bis zur Unwetter-Katastrophe im Westen Deutschlands.

Berlin – Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sieht keine Widerstände mehr gegen eine Warnung der Bevölkerung per SMS. Das teilte er am Montag im Bundestag in Berlin vor einer Sondersitzung des Innenausschusses mit. Gegen lokale SMS-Warnungen hat es in der Bundesregierung vor der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands offenbar Widerstand gegeben.

Von der Idee seien „nicht immer alle begeistert gewesen in den letzten Monaten“, bestätigte Seehofer (CSU). „Aber ich habe entschieden, dass wir es tun und machen, da gibt es überhaupt kein vernünftiges Argument dagegen“, fügte er hinzu. Hintergrund ist die Unwetter-Katastrophe im Westen Deutschlands.

Nach Unwetter-Katastrophe: Seehofer sieht „kein vernünftiges Argument“ gegen SMS-Warnung

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, hatte zur Warnung per Cell Broadcasting bereits im Frühjahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Dem Vernehmen nach ging es dem Leiter der Behörde, die dem Innenministerium untersteht, auch darum, andere Ressorts - unter anderem das Wirtschaftsministerium - zu überzeugen.

Beim Cell Broadcasting wird ähnlich wie bei einer SMS eine Nachricht an Handy-Nutzer verschickt - und zwar an alle Empfänger, die sich zu dem Zeitpunkt in der betreffenden Funkzelle aufhalten. Datenschützer halten diese Technologie, die in vielen anderen Staaten bereits genutzt wird, für relativ unbedenklich. (dpa/aka) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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