Ungarns Ministerpräsident poltert

Orban: „Deutsche Politiker sollen uns in Ruhe lassen“

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Viktor Orbans Kritik zielt offen gegen Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz.

Einladungen ins Ausland, wie etwa in den Bayerischen Landtag, nimmt Viktor Orban gerne an. Kritik aus Deutschland an seinem Regierungsstil kann der ungarische Ministerpräsident aber gar nicht ab.

Budapest - Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat deutsche Politiker kritisiert, die Ungarn aus seiner Sicht ungerechtfertigterweise kritisieren. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir Ungarn den Deutschen zu irgendeinem Zeitpunkt hätten sagen wollen, was sie tun sollen“, erklärte der rechts-konservative Politiker am Freitag in seinem zweiwöchentlichen Interview im Staatsfunk.

Orban reagiert auf Merkel und Schulz

„Wir haben ihnen stets Respekt erwiesen“, fügte er hinzu. „Wir bitten die deutschen Politker, dass sie uns in Ruhe lassen mögen, dass sie uns nicht in den deutschen Wahlkampf hineinziehen mögen.“ Orban reagierte in dem Interview auf jüngste Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Chef Martin Schulz.

Merkel hatte am Vortag das Vorgehen der EU-Kommission gegen Polen, Ungarn und Tschechien in der Flüchtlingspolitik begrüßt. Das Brüsseler Gremium hatte am letzten Dienstag Vertragsverletzungsverfahren gegen die drei ost-mitteleuropäischen Länder beschlossen, weil sich diese an der EU-weiten Verteilung von Asylbewerbern nicht beteiligen wollen.

SPD-Chef Schulz hatte in diesem Zusammenhang zudem den Entzug von EU-Förderungen vorgeschlagen.

In der Vergangenheit hat Viktor Orban unter anderem mehrmals den Bayerischen Landtag besucht. Die Treffen mit Ministerpräsident Horst Seehofer hatten für viel Kritik gesorgt.

dpa

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