Umfrage: Piraten erbeuten Stimmen von den Grünen

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In Berlin sind die Piraten zum ersten Mal in ein Länderparlament eingezogen.

Mainz - Laut einer Umfrage befindet sich die Piratenpartei weiter im Aufwind. Aktuell würde sie bei einer Bundestagswahl sogar ins Parlament einziehen. Die Arbeit der Kanzlerin sehen viele Befragte kritisch.

Die Piratenpartei ist nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl weiter im Aufwind. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, könnten die Piraten mit sechs Prozent und damit mit einem Einzug in den Bundestag rechnen, ergab das am Freitag veröffentlichte ZDF-Politbarometer.

Die Grünen verlieren demnach zwei Punkte und kommen aktuell auf 16 Prozent. Alle anderen Parteien blieben unverändert. Die CDU/CSU würde 34 Prozent erreichen, die SPD 30 Prozent und die FDP vier Prozent. Die Linke käme wie die Piratenpartei derzeit auf sechs Prozent. Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus hatten die Piraten unlängst überraschend ein Ergebnis von 8,9 Prozent erzielt.

Die Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird von den Befragten mehrheitlich positiv gesehen: Für 61 Prozent macht sie ihre Sache eher gut, für 35 Prozent eher schlecht. Wenn es allerdings nur um die Eurokrise geht, sind lediglich 45 Prozent mit Merkel zufrieden, kritisch äußern sich 46 Prozent.

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Die Finanzkrise ist mit 51 Prozent für die Deutschen derzeit das mit Abstand wichtigste Thema vor der Arbeitslosigkeit (22 Prozent). Dabei haben 55 Prozent Angst vor spürbaren finanziellen Verlusten durch die Eurokrise, 41 Prozent teilen die Befürchtungen nicht.

In der Liste der zehn beliebtesten Politiker liegt die Kanzlerin auf Rang 5. Die Spitzenposition nimmt weiter Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) ein, auf den weiteren Plätzen folgen Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU), SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Hinter Merkel nimmt Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den sechsten Platz ein, gefolgt von CSU-Chef Horst Seehofer und dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel. Wirtschaftsminister Philipp Rösler und Außenminister Guido Westerwelle (beide FDP) bilden den Schluss des Rankings.

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte von Dienstag bis Donnerstag 1.255 Wahlberechtigte.

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