Einen Plan hat er aber nicht

Trump wirbt für Steuerreform und droht der eigenen Partei

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Bei seinem Auftritt in Springfield lobte Trump vor allem einen: Sich selber.

US-Präsident Donald Trump hat für eine radikale Vereinfachung des Steuersystems geworben, um die Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen.

Springfield - "Unser selbstzerstörerisches Steuerrecht kostet Millionen von Jobs, Billionen von Dollar und Milliarden Stunden für die Einhaltung von Regeln und für Papierkram", sagte Trump am Mittwoch bei einem Auftritt in Springfield im US-Bundesstaat Missouri, bei dem er seine Steuerpläne vorstellte.

Der US-Präsident sprach sich für eine Unternehmensteuer von 15 Prozent aus, nannte aber keine Details. Trump forderte die republikanischen Kongressabgeordneten auf, eine Steuerreform umzusetzen. "Ich möchte nicht vom Kongress enttäuscht werden. Verstehen Sie mich? Verstehen Sie?", sagte er. Auch die Demokraten sollten aufhören, seine Reformpläne zu behindern, forderte Trump.

Der US-Präsident konnte bislang nur wenige seiner wichtigsten Wahlversprechen umsetzen; er braucht dringend Erfolge. Zwar hat seine republikanische Partei in beiden Kongresskammern die Mehrheit. Aber die Republikaner sind sich bei vielen Themen nicht einig. Bei der Steuerreform könnte am Ende ein Kompromiss mit moderaten Steuersenkungen herauskommen. Gegner einer radikalen Steuersenkung warnen vor einem weiteren Anschwellen des Haushaltsdefizits und fordern eine Gegenfinanzierung.

Kurz vor Trumps Auftritt in Missouri wurde bekannt, dass das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal die von Trump angestrebten drei Prozent erreicht hat. Der US-Präsident begrüßte die Nachricht und fügte hinzu: "Ich denke, wir können noch mehr schaffen." Das komplexe US-Steuerrecht stehe den Menschen aber im Weg: "Es benachteiligt normale Amerikaner, die keine Armee von Buchhaltern haben, während es den speziellen Interessen der Zahlungskräftigen nützt."

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