Nach Vorstoß zu Golanhöhen

Trump empfängt Netanjahu im Weißen Haus

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Donald Trump (r) und Benjamin Netanjahu bei einem Treffen im Weißen Haus im März 2018. Foto: Evan Vucci/AP

Der israelische Ministerpräsident ist zu Gast in Washington - und Donald Trump rollt ihm den roten Teppich aus. Der US-Präsident will die Golanhöhen als israelisches Staatsgebiet anerkennen. Und auch sonst haben die beiden Männer einiges zu besprechen.

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump empfängt an diesem Montag den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Weißen Haus.

Das Treffen steht unter besonderer Beobachtung, weil Trump in der vergangenen Woche angekündigt hatte, die Golanhöhen als israelisches Staatsgebiet anzuerkennen. Nach Angaben von Israels Außenminister Israel Katz will Trump dazu am Montag ein Dekret unterschreiben. Vom Weißen Haus gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Trumps Ankündigung zu den Golanhöhen wurde in der vergangenen Woche von Israel begeistert aufgenommen, jedoch insbesondere von arabischer Seite sowie von der Türkei und Russland kritisiert. Syrien wertete Trumps Vorstoß als verantwortungslos.

Israel hatte die Golanhöhen, ein strategisch wichtiges Felsplateau oberhalb des Sees Genezareth, 1967 erobert und 1981 annektiert. Das wurde international aber nicht anerkannt. Nach internationalem Recht gelten die Gebiete als von Israel besetztes Territorium Syriens.

Netanjahu hält sich insgesamt vier Tage lang in den USA auf. Am Dienstag will er eine Rede bei der Jahrestagung der Lobbyorganisation Aipac halten. In Israel finden am 9. April die Parlamentswahlen statt.

Netanjahu sagte vor seiner Abreise, er wolle mit Trump auch über Syrien und zusätzliche Sanktionen gegen Israels Erzfeind Iran sprechen. Netanjahu betonte, er habe gute Beziehungen mit Staatschefs aus aller Welt, darunter Russland, Indien, Brasilien, Japan und China. "Wir hatten jedoch noch nie eine solche Verbindung zwischen dem israelischen Regierungschef und einem amerikanischen Präsidenten", sagte er.

Trumps Nahostpolitik erhält bei der rechtskonservativen Regierung in Israel viel Beifall. Netanjahu lobt etwa die Entscheidung der Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem sowie den Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran.

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