Trittin: Weitere Standorte für Atommüll-Endlager prüfen

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Jürgen Trittin (Grüne, re.) fordert die Untersuchung weiterer Standorte für Atommüll-Endlager.

Berlin - Weitere Atommüll-Endlager-Standorte müssen überprüft werden, fordert Jürgen Trittin (Grüne). “Was in Gorleben passiert, ist keine Erkundung, das ist die größte politische Lüge, die derzeit in der politischen Landschaft herumgeistert,“ so Trittin.

Gorleben sei “wunderbar erkundet“, sagte Trittin im ARD-Morgenmagazin am Donnerstag  und forderte in der Debatte um das mögliche Atommüll-Endlager Gorleben erneut die Überprüfung weiterer Standorte.

Gebraucht werde ein Gebirge, wo man Atommüll “eine Million Jahre sicher“ einschließen könne, sagte Trittin in der Sendung. Die Union und auch die FDP weigerten sich jedoch, mit der Suche nach diesem Gebirgsstock in Deutschland zu beginnen.

Standorte in verschiedenen Bundesländern miteinander zu vergleichen, werde “schlicht und ergreifend verweigert“, kritisierte der Grünen-Politiker. Stattdessen wolle man den “Schwarzbau“ in Gorleben fortsetzen.

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Der Gorleben-Untersuchungsausschuss des Bundestages wollte am Donnerstag in das Gorlebener Erkundungsbergwerk einfahren und sich unter Tage über den Stand und die weitere Planung der Untersuchung des Salzstocks informieren. Anschließend sind Gespräche der Parlamentarier mit Kommunalpolitikern geplant. Am späten Nachmittag stellen sich die Obleute der Fraktionen im Ausschuss bei einer Diskussionsveranstaltung in Dannenberg den Fragen der Öffentlichkeit.

Der Untersuchungsausschuss soll die Umstände klären, unter denen die damalige Regierung von Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) 1983 entschieden hatte, sich ausschließlich auf die Erkundung des Salzstocks im niedersächsischen Gorleben zu beschränken.

dapd

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