Timoschenko verzichtet auf Berufungsverfahren

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Julia Timoschenko hält das Gericht für befangen.

Kiew - Die inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko verzichtet auf die Fortsetzung ihres Berufungsverfahrens, weil sie das Gericht in Kiew für befangen hält.

Solange Präsident Viktor Janukowitsch die Justiz kontrolliere, gebe es keine Aussicht auf Erfolg, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung der Oppositionsführerin. Timoschenko hofft demnach nun auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Straßburg. Die Anwälte der 51-Jährigen verlasen den Brief und verließen danach den Saal.

Wegen angeblichen Amtsmissbrauchs war Timoschenko im Oktober in einem international als politisch motiviert kritisierten Prozess zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Wegen der Prozesse gegen Timoschenko und andere ehemalige Regierungsmitglieder hat die EU die Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der Ex-Sowjetrepublik auf Eis gelegt.

dpa

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