„Made in Germany“ leidet

De Maizière warnt vor dauerhaftem Schaden durch Dieselskandal

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Thomas de Maiziere sieht den guten Ruf der deutschen Wirtschaft gefährdet.

Die deutsche Industrie setzt durch Tricksereien bei Diesel-Motoren dauerhaft den guten Ruf Deutschlands aufs Spiel. Innenminister Thomas de Maiziére warnt.

Berlin - Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat vor einer Beschädigung des Gütesiegels „Made in Germany“ angesichts des Dieselskandals gewarnt. „Ich bin wirklich erstaunt und empört darüber, wie leichtfertig ein Teil der Unternehmensführer den Ruf des Industriestandortes Deutschland im Ganzen gefährdet“, sagte der CDU-Politiker der „Heilbronner Stimme“ (Donnerstag). „„Made in Germany“ ist ein Markenname, und darf nicht verbunden werden mit Betrug und Täuschung.“

De Maizière sagte, Verbrennungsmotoren und neue Technologien müssten so verbunden werden, „dass wir unsere Klimaschutzziele erreichen. Und ich glaube, das geht“.

Diesel-Fahrverbote, wie sie in mehreren Städten geplant sind, lehnte der Minister aber ab. „Es kann nicht sein, dass wir die Leute ermutigen, einen Diesel zu kaufen, das noch steuerlich begünstigen - und dann gibt es im Ergebnis Fahrverbote in Städten, weil uns nichts besseres einfällt“, sagte er. Ähnlich hatte sich zuvor auch schon Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geäußert.

dpa

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