Tarifverhandlungen für Klinik-Ärzte fortgesetzt

Offenbach - Die Tarifgespräche für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern sind am Dienstag fortgesetzt worden. Unterdessen befinden sich tausende Ärzte bereits im Streik.

Bei der Auftaktrunde am Montag sei es nur um Verfahrensfragen gegangen, sagte der Sprecher des Marburger Bunds, Hans-Jörg Freese, auf DAPD-Anfrage. “Nun werden inhaltliche Fragen diskutiert.“ Unterdessen streiken bundesweit weiter mehrere Tausend Ärzte an zahlreichen kommunalen Kliniken. Der Marburger Bund hat angekündigt, die Arbeitsniederlegungen fortzuführen, solange kein vertretbarer Kompromiss vorliege. Wann mit ersten Ergebnissen der Tarifverhandlungen gerechnet werden könne, sei nicht absehbar, sagte Freese.

Vertreter des Ärzteverbands Marburger Bund und der Krankenhaus-Arbeitgeber haben sich nach wochenlanger Funkstille am Montagabend wieder an einen gemeinsamen Verhandlungstisch gesetzt. Zuvor hatten rund 5.000 Klinikärzte in Frankfurt am Main für mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Der Tarifstreit dauert seit Januar. Der Marburger Bund fordert für die 55.000 Ärzte an den rund 800 kommunalen Kliniken im Schnitt fünf Prozent mehr Geld und eine bessere Bezahlung von Bereitschaftsdiensten. Die Arbeitgeber boten Anfang April 2,9 Prozent an sowie eine Erhöhung der Bezahlung von Bereitschaftsdiensten um 16 bis 24 Prozent und die Einführung eines Nachtarbeitszuschlags.

dapd

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