Südkorea fürchtet nordkoreanischen Raketentest

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Südkorea fürchtet einen nordkoreanischen Raketentest.

Seoul - Nordkorea hat nach südkoreanischen Militärangaben eine Verbotszone für Schiffe an seiner Westküste eingerichtet. Dies sei ein Hinweis darauf, dass Pjöngjang einen Raketentest oder eine Schießübung vorbereite.

Das verlautete am Freitag aus dem südkoreanischen Generalstab. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, die Zone sei vom 19. bis 27. Juni eingerichtet worden. Sie befinde sich nördlich der Hafenstadt Nampo, weit entfernt von der innerkoreanischen Grenze.

Nord- und Südkorea gedachten am Freitag des Ausbruchs des Korea-Kriegs vor 60 Jahren. Am 25. Juni 1950 waren nordkoreanische Truppen in das südliche Nachbarland einmarschiert, woraufhin die USA auf Seiten Südkoreas eingriffen. Der kommunistische Norden wurde von China unterstützt. Bei den Gedenkfeiern in Seoul und Pjöngjang wurde deutlich, wie weit die Geschichtsschreibung beider Seiten bis heute voneinander abweicht: “Vor 60 Jahren haben die nordkoreanischen Kommunisten das Feuer eröffnet, an einem Wochenende in den frühen Morgenstunden, als alle friedlich schliefen“, erklärte der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak in einer Ansprache vor Veteranen.

Das ist Nordkorea

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Dagegen bekräftigte die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA bereits am Donnerstag mit einem Artikel unter dem Titel “Die USA, Anstifter des Korea-Kriegs“ den Vorwurf, die Vereinigten Staaten hätten den Konflikt provoziert. Die koreanische Halbinsel gehörte bis 1945 zu Japan, zur Teilung kam es nach Ende des Zweiten Weltkriegs: Nach dem Sieg über das mit den Nationalsozialisten verbündete Japan besetzten Sowjettruppen die Nordhälfte der Halbinsel.

apn

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