Steinmeier stellt Russland Rückkehr in G8 in Aussicht

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Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier kommt auf dem Flughafen in Entebbe.

Berlin - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat Russland bei einer Kooperation Moskaus in zentralen internationalen Konflikten eine Rückkehr in die Runde der G8-Staaten in Aussicht gestellt.

"Sollten wir im Ukraine-Konflikt weitere Hürden erfolgreich aus dem Weg räumen und sollte Russland im Syrien-Konflikt wie bisher weiter gemeinsam mit uns an einer Lösung arbeiten, dann kann und sollte der Westen kein dauerhaftes Interesse haben, Russland aus der regelmäßigen Abstimmung zwischen den großen westlichen Nationen auszuschließen", sagte Steinmeier der "Bild am Sonntag".

Russland war im vergangenen Jahr wegen der Annexion der ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim aus der Gruppe führender Industriestaaten (G8) ausgeschlossen worden.

Steinmeier sagte dazu: "Unser Interesse war es nie, Russland zu isolieren oder aus den G8 wieder dauerhaft eine G7 zu machen." Zu dieser Entscheidung sei es nach dem Vertrauensbruch in der Ukraine beginnend mit der Annexion der Krim gekommen.

Der Bundesaußenminister glaubt, dass Moskau ehrlich an einer Lösung des Syrien-Konflikts interessiert ist: "Wir dürfen nicht unterschätzen, dass Russland sich mit seiner millionengroßen muslimischen Bevölkerung von den Entwicklungen im Mittleren Osten ernsthaft bedroht fühlt. Russland hat kein Interesse, glaube ich, sich über Jahre hinweg in Syrien zu verschleißen und immer tiefer in einen Krieg hineingezogen zu werden. Deshalb habe ich den Eindruck, dass auch Russland tatsächlich nach einem Ausweg aus der syrischen Katastrophe sucht."

dpa

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