Sport, Bad, Musik: Die Bildungs-Chipkarte macht's möglich

Berlin - Arbeitsministerin Ursula von der Leyen will nach Medienberichten eine so genannte Bildungs-Chipkarte für alle Kinder einführen. Mit den Karten sollen Museums- oder Badbesuche ermöglichen.

Von der Leyen (CDU) will nach Informationen der “Rheinischen Post“ Bildungs-Chips für alle Kinder einführen, nicht bloß für Hartz-IV-Kinder. Deren Karten allerdings werde der Bund komplett finanzieren, berichtete das Blatt in seiner Donnerstag-Ausgabe. Bei den anderen Kindern seien auch die Gemeinden und Länder gefragt.

Die Ministerin wolle sich am 20. August mit Vertretern der Kommunen sowie mit den Bildungs-, Sozial- und Familienministern der Länder treffen, um ihre Pläne vorzustellen. Die Karten sollen der Zeitung zufolge Zugang zu Musikunterricht und Sportvereinen sowie zu Schwimmbad- und Museumsbesuchen ermöglichen.

Nach Stuttgarter Vorbild

Vorbild sei die Familiencard der Stadt Stuttgart. Für die Kinder aus Hartz-IV-Familien sei ein Guthaben von 200 Euro jährlich im Gespräch. Der Chef des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, unterstützte die Idee. “Im Idealfall erhalten Erwerbslose die Chipkarte für ihre Kinder in den Job-Centern“, sagte Landsberg der “Rheinischen Post“. Das Angebot für die Kinder werde von den Einrichtungen in den Kommunen kommen. “Die vorhandene Struktur kann das leisten“, sagte Landsberg. Die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) hatte sich vor wenigen Tagen allerdings quergestellt. Bildungsgutscheine seien “ein kollektives Misstrauensvotum gegen Langzeitarbeitslose und wirken diskriminierend“, erklärte sie noch am Sonntag.

ap

Rubriklistenbild: © dpa

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