SPD-Casting

Geheimfavorit um SPD-Vorsitz: NoWaBo als neuer Gegner von AKK? 

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Geheim-Favorit für den SPD-Vorsitz: Norbert Walter-Borjans mit Ko-Kandidatin Saskia Esken

Norbert Walter-Borjans: Warum seine Chancen im Run auf den SPD-Vorsitz gegen Olaf Scholz so gut stehen, obwohl keiner mit ihm gerechnet hat

Bis zum 12. Oktober touren die verschiedenen Duos (sieben sind es insgesamt) der Kandidatenliste im Wettstreit um den SPD-Vorsitz nach Rücktritt von Andrea Nahles durch ganz Deutschland. Norbert Walter-Borjans, 66, entschloss sich erst kurz vor Bewerbungsschluss für eine Kandidatur, animiert von der baden-württembergischen Bundestagsabgeordneten Saskia Esken, 58. Vor ihrer gemeinsamen Kandidatur kannten sich Walter-Borjans und Saskia Esken kaum.

SPD-Vorsitz: Wer ist Norbert Walter-Borjans?

Zuvor war Norbert Walter-Borjans, oder NoWaBo, wie er häufiger genannt wird, seit 2010 als nordrhein-westfälischer Finanzminister tätig. Einen Namen gemacht hat sich der Politiker vor allem wegen seines Kampfs gegen Steuerbetrug, bei dem er illegale Geldtransfers in die Schweiz aufdeckte. Mehr als sieben Milliarden Euro an Nachzahlungen an den Staat konnte Walter-Borjans als Finanzminister verbuchen, indem sein Ministerium elf CDs mit den Daten von Steuersündern ankaufte. 

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Sein Einsatz für Steuergerechtigkeit machte Norbert Walter-Borjans bekannt, beliebt - und brachte ihm sogar den scherzhaften Titel „Robin Hood der Steuerzahler“ ein. Außerdem ist der Experte für Steuerangelegenheiten Norbert Walter-Borjans Autor des Buchs „Steuern – der große Bluff“, mit dem er zuletzt durch Deutschland tourte.

Duell gegen Scholz: Chance für Konkurrent Norbert Walter-Borjans

Wie gut die Chancen für Walter-Borjans und seine Ko-Kandidatin stehen, berichtet auch Bild.de. Demnach gilt das Duo soagr als Favorit der Partei-Linken. Unterstützung im Kampf für den SPD-Vorsitz bekommen sie unter anderem von Juso-Chef Kevin Kühnert, der auf eine eigene Kandidatur verzichtete. Auch der Landesverband NRW, der ein Viertel der SPD-Mitglieder repräsentiert, steht hinter Norbert Walter-Borjans.

Kritik gibt es dagegen für den prominenten Kandidaten Olaf Scholz, der sich auf der Kandidatentour  zurückhaltend gibt und auf Ko-Kandidatin Klara Geywitz verweist. In Umfragen schneidet Olaf Scholz als SPD-Vorsitz schlecht ab.

Norbert Walter-Brojans und Saskia Esken wollen standhafte und glaubwürdige Politik machen

Norbert Walter-Borjans: Seine Ziele als SPD-Vorsitz

„Der SPD und ihren Mitgliedern neues Selbstbewusstsein geben“, ist das hohe selbst erklärte Ziel von Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken. Walter-Borjans sieht sich und seine Politik als ursozialdemokratisch und beruft sich auf die klassischen Werte der SPD. Walter-Borjans will seinem Vorbild Willy Brandt nacheifern und sich glaubhaft und standhaft für Bürger einsetzen. Er fordert höhere Steuern für Reiche und ein Ende der schwarzen Null. Innerhalb seiner Partei SPD will NoWaBo als SPD-Vorsitz für starken Zusammenhalt sorgen.

Auch das Thema Klimawandel will er nicht vernachlässigen, versichert er. Der GroKo steht das Duo aus Norbert Walter-Brojans und Saskia Esken dagegen kritisch gegenüber.

Wann gibt es eine Entscheidung?

Wer entscheidet die Wahl um den SPD-Vorsitz für sich?

Nach dem Casting können 425 630 SPD-Mitglieder vom 14. bis zum 25. Oktober 2019 für den Vorsitz abstimmen. Am 26. Oktober ist das Ergebnis zu erwarten - höchstwahrscheinlich nach einer Stichwahl zwischen den beiden besten Duos. Sollte ein Duo schon zuvor 50 Prozent der Stimmen erreichen, ist die Stichwahl hinfällig. Es bleibt also noch offen, wer den Run auf den SPD-Vorsitz 2019 für sich entscheiden kann. 

cw

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