„Es entsetzt mich“

SPD-Politikerin blamiert sich während Schulz-Rede zu Barcelona

+
Eva Högl lacht gern - manchmal in unpassenden Momenten.

In solchen Momenten macht man keine Faxen: SPD-Politikerin Eva Högl hat sich während der Trauerrede des Kanzlerkandidaten Martin Schulz im Bildhintergrund blamiert. Sie hat aber auch eine Erklärung für ihr unpassendes Verhalten.

Berlin - Gespielte Empörung, berechtigter Ärger oder einfach nur Schadenfreude? SPD-Politikerin Eva Högl wird am Sonntag gescholten, aber auch mit Spott überzogen. Die Bundestags-Vize-Fraktionschefin der SPD wurde dabei gefilmt, wie sie, während Kanzlerkandidat Martin Schulz spricht, im Hintergrund fröhlich Parteikollegen zuwinkt und lacht. Dass Martin Schulz in diesem Moment über den Terror in Spanien spricht, macht die Szene unfreiwillig komisch - und sorgt auch für Empörung. 

Hier sehen Sie das Video:

Eva Högl hat auf die Berichterstattung um ihren Fauxpas umgehend reagiert - und ein persönliches Statement veröffentlicht, in dem sie erklärt, wie es zu den Bildern kam. „Es entsetzt mich und macht mich betroffen, dass aufgrund eines unglücklichen Filmausschnitts von mir (...) ein falscher Eindruck entsteht.“ 

Weiter erklärt sie, dass man zu einem fröhlichen Ereignis zusammengekommen sei, wegen des Anschlags in Barcelona habe man aber auf Musik verzichtet und eine Schweigeminute abgehalten. Högl habe dem Berliner Innensenator Andreas Geisel bedeutet wollen, nach vorne zu kommen, daher habe sie dem Parteikollegen gewunken. Dass Martin Schulz in dem Moment, in dem Högl fröhlich winkend im Hintergrund zu sehen ist, über Barcelona sprach, sei der Politikerin nicht sofort bewusst gewesen. 

Spott und Shitstorm als Folge des Videos

Im Vorgriff der Bundestagswahl tut die Vize-Fraktionschefin ihrem Spitzenkandidaten damit vermutlich keinen Gefallen. Die Reaktionen reichen von einfacher Belustigung bis zum klassischen Shitstorm - in dem sich die AfD ganz weit vorne positioniert. Spitzenkandidatin Alice Weidel fordert gar Högls Rücktritt. Die sagt zu den Vorwürfen: „Wer mir unterstellt, Terror sei mir egal oder ich würde mich sogar darüber lustig machen, tickt nicht ganz richtig.“

kb

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.