Gesetzentwurf vorgelegt

SPD macht Druck gegen "Therapien" gegen Homosexualität

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Eingehüllt in eine Regenbogenflagge, steht ein homosexuelles Paar vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Experten gehen von Tausenden Fällen pro Jahr in Deutschland aus, in denen versucht wird, Homosexuelle mit fragwürdigen Therapien zu "heilen". Foto: Michael Kappeler/Archiv

Berlin (dpa) - Die SPD im Bundestag macht Druck für ein gesetzliches Vorgehen gegen sogenannte Konversionstherapien zur "Umpolung" von Homosexuellen. "Das Ziel ist es, konkrete Gefahren für die Betroffenen zu vermeiden", sagte der Abgeordnete Karl-Heinz Brunner der Deutschen Presse-Agentur.

Ein von Brunner vorgelegter Gesetzentwurf sieht Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen für Ärzte, Psychotherapeuten, Heilpraktiker und gewerbliche Anbieter vor, wenn sie Maßnahmen anbieten oder durchführen, "die auf die Änderung oder Unterdrückung der sexuellen Orientierung gerichtet sind".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuletzt im Juni als Ziel genannt, dass noch dieses Jahr ein Gesetzentwurf für ein Verbot solcher Angebote auf den Weg gebracht wird. Brunner forderte Spahn nun auf, sich seiner Gesetzesinitiative anzuschließen. Das Bundesjustizministerium solle die geplante Änderung des Strafgesetzbuches dann möglichst bald ins Kabinett einbringen.

Genaue Zahlen liegen nicht vor, aber die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld geht von Tausenden Fällen pro Jahr in Deutschland aus, in denen versucht wird, Homosexuelle mit fragwürdigen Therapien zu "heilen".

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