Sorge um Ministerpräsidenten

CSU-Klausur in Kreuth: Seehofer erleidet Schwächeanfall

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CSU-Chef Horst Seehofer Anfang Januar während der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag in Wildbad Kreuth.

Kreuth - Während seiner Rede vor den CSU-Landtagsabgeordneten in Kreuth erleidet CSU-Chef Horst Seehofer am Dienstag kurzzeitig einen Schwächeanfall. In eine Klinik will er nach Merkur-Informationen vorerst nicht.

CSU-Chef Horst Seehofer hat am Dienstag während seiner Rede vor den CSU-Landtagsabgeordneten in Wildbad Kreuth kurzzeitig einen Schwächeanfall erlitten. Das verlautete aus Teilnehmerkreisen. Er sei gestützt worden - danach redete er im Sitzen weiter. Nach dem Ende seiner Rede hätten sich die Abgeordneten erhoben und dem Parteivorsitzenden im Stehen applaudiert. Die Fraktionsklausur wurde dann unterbrochen.

Laut "Passauer Neue Presse" betreut ein Notarzt den Ministerpräsidenten. Wie das Nachrichtenportal "sueddeutsche.de" schrieb, sei aus Kreisen der CSU zu hören, dass der Vorfall harmlos sei. Dennoch sei ein Rettungswagen auf dem Weg zum Tagungsort.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer gab anschließend Entwarnung: „Ihm geht's gut. Er ist absolut okay.“ Scheuer sprach von einer „kleinen Schrecksekunde“: Seehofer sei von einem Infekt am Wochenende etwas geschwächt und habe länger als geplant geredet. Von dem kurzen Schwächeanfall habe sich Seehofer aber sofort wieder erholt.

Ein Notarzt bleibt "standby" in Wildbad Kreuth

Die Fraktionssitzung wurde zunächst für einige Zeit unterbrochen, dann aber mit Seehofer wieder fortgesetzt. Ein eigens alarmierter Notarzt werde „standby“ in Wildbad Kreuth bleiben, sagte Scheuer.

Im vergangenen Sommer hatte Seehofer bei der Neuinszenierung der etwa vierstündigen Oper „Tristan und Isolde“ bei den Bayreuther Richard-Wagner-Festspielen über gesundheitliche Probleme geklagt. Er verbrachte daraufhin eine Nacht zur Sicherheit in einem Krankenhaus. Den Staatsempfang in Bayreuth musste Seehofer deshalb absagen.

Im Jahr 2002 war Seehofer lebensgefährlich erkrankt: Wegen einer Herzmuskelentzündung musste er lange auf einer Intensivstation behandelt werden. Er fiel damals mehrere Monate aus.

Merkur-Redakteur Christian Deutschländer schrieb anschließend auf Twitter, Seehofer wolle offenbar vorerst in Kreuth bleiben und sich nicht in eine Klinik bringen lassen. Das habe er nach dem Schwächeanfall gesagt.

dpa

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