Politbarometer: Beifall für Sarrazin

+
Thilo Sarrazin verlässt die Bundesbank ohne Abfindung

Berlin - Die Bundesregierung begrüßt seinen freiwilligen Abgang, aus der Bevölkerung erhält der scheidende Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin dagegen deutliche Zustimmung.

Für seine umstrittenen Thesen zur Integration erhält Thilo Sarrazin bei den Deutschen überwiegend Beifall. Nach dem jüngsten ZDF-Politbarometer sind 56 Prozent der Auffassung, dass der SPD-Politiker mit seiner Kritik an der Integrationspolitik Recht hat.

Mehr zu diesem Thema finden Sie auch hier:

Video: Hier verkündet Sarrazin seinen Rücktritt

28 Prozent verneinen das, 16 Prozent haben keine Meinung dazu. Die Zustimmung zieht sich den Angaben zufolge durch die Wählerschaft aller Parteien, nur bei den Anhängern der Grünen halten sich Zustimmung und Ablehnung die Waage.

Deutsche: Zusammenleben mit Ausländern klappt nicht

Unabhängig von der politischen Präferenz beklagt die Mehrheit der Befragten ein schlechtes Miteinander von Deutschen und Zuwanderern. So finden 57 Prozent, dass das Zusammenleben weniger weniger gut oder gar nicht gut funktioniert. 40 Prozent meinen hingegen, dass es gut oder sogar sehr gut klappt. Gleichwohl gehen 68 Prozent aller Befragten von einem mangelnden Integrationswillen der in Deutschland lebenden Migranten aus. Lediglich 24 Prozent glauben, dass die meisten Ausländer genug für ihre Eingliederung tun. Für das jüngste Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 7. bis 9. September 2010 rund 1.200 Wahlberechtigte.

Keine Abfindung für Sarrazin

Indessen bekommt Thilo Sarrazin nach seinem Rückzug vom Amt des Bundesbankvorstandes keine Abfindung. Der 65-Jährige hatte am Vorabend den Schritt während einer Lesung angekündigt. Er hatte den Posten seit Mai 2009 inne. Sein Vertrag lief bis 2014.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare