Sarkozy stößt Türken vor den Kopf

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Franksreichs Präsident Nicolas Sarkozy (li) und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.

Istanbul - Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat bei seinem ersten offiziellen Besuch in der Türkei Alternativen zu einer Vollmitgliedschaft des Landes in der EU gefordert.

“Es ist besser, dies nun klar zu sagen als später in eine Sackgasse zu geraten, denke ich“, sagte er am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen Abdullah Gül. Alle Staaten hätten eine rote Linie. Sarkozy, der als erster französischer Präsident seit 1992 anreiste, stieß die türkische Regierung mit seinen Äußerungen vor den Kopf.

Der türkische Präsident Gül fordert ihn auf, die Verhandlungen über einen Beitritt seines Landes zur EU nicht zu behindern. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Haltung Sarkozys schon am Vortag als falsch bezeichnet. “Wir haben Sarkozy wegen seiner Äußerungen zur Türkei und zur EU schon oft gewarnt“, sagte Erdogan.

Der französische Präsident war am Freitag nur für einige Stunden angereist. Für Verärgerung sorgte in Ankara auch, dass er eine gemeinsame Pressekonferenz mit Erdogan abgelehnt hat.

dpa

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