Röttgen: Abhängigkeit von Erdöl beenden

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Bundesumweltminister Norbert Röttgen sieht in der Erdöl-Abhängigkeit der Industriegesellschaften ein hohes Risiko.

Hamburg - Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat vor weiteren Ölkatastrophen gewarnt. Wenn die Industriegesellschaften ihre Wirtschafts- und Lebensweise nicht änderten, könnte es zu ähnlichen Unglücksfällen wie am Golf von Mexiko kommen.

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Das sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel“ laut Vorabbericht von Samstag. “Zudem führt eine Spur vom Golf zu jedem Erdölverbraucher in der westlichen Welt. Wir alle sind abhängig vom Öl und müssen weg davon“, fügte Röttgen hinzu. Die Abhängigkeit vom Erdöl bedrohe “unsere Sicherheit gleich mehrfach“, fuhr der Minister fort.

Es sei gefährlich, dass Deutschland wie die USA einen Großteil des Energiebedarfs aus politisch oftmals instabilen Ländern importieren müsse. Das Öl werde immer knapper und dadurch immer teurer, was den Wohlstand gefährde. Zudem müssten immer gefährlichere Ausbeutungswege beschritten werden, wird Röttgen weiter zitiert. “Hohe ökologische Standards, wie sie etwa bei der Bohrung im deutschen Wattenmeer gelten, müssen jetzt weltweit koordiniert und durchgesetzt werden“, forderte der Minister.

Für die nationale Energiepolitik kündigte Röttgen zusätzliche Maßnahmen an. So wolle er dafür sorgen, dass Plastik, das aus Erdöl entsteht, als Sekundärrohstoff wiederverwertet statt verbrannt wird. Bei Elektrogeräten will Röttgen veranlassen, dass die Effizienzrekorde schnell zu Industriestandards werden, an die sich alle Hersteller halten müssten.

apn

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