Ramsauer fordert Asche-Grenzwerte

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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat europaweit verbindliche Vulkanasche-Grenzwerte für den Luftverkehr gefordert.

Berlin - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat europaweit verbindliche Vulkanasche-Grenzwerte für den Luftverkehr gefordert.

Vor einem Treffen mit Vertretern von Behörden und Wirtschaft sagte der Minister am Dienstag in Berlin, es dürfe nicht bei dem derzeitigen “Flickenteppich“ in Europa bleiben. Bei den Grenzwerten gebe es erheblichen Handlungsbedarf. Ramsauer hatte das Treffen von Fluggesellschaften, Flugsicherung, Wetterdienst und Industrie in seiner Regierungserklärung vergangene Woche angekündigt, nachdem der Flugverkehr über Europa wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull fünf Tage lang weitgehend zum Erliegen gekommen war. Die Behörden waren von Wirtschaft und Industrie heftig kritisiert worden, weil sie angeblich weitgehend ohne empirische Daten weite Teile des Luftraums gesperrt hatten, was die Wirtschaft für unnötig hielt.

Vulkanasche legt Flugverkehr in Europa lahm

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Vier Hauptthemen der bevorstehenden Beratungen nannte der Minister vor dem Treffen: Dazu zähle eine höhere Aussagekraft der meteorologischen Vorhersagen über die Ausbreitung von Vulkanasche, besonders was die Konzentration und Beschaffenheit der Wolke angehe. Außerdem gehe es darum, “welche Lehren in Bezug auf die nationale und internationale Flugsicherung gezogen werden können“. Auch hier gebe es erheblichen Abstimmungsbedarf. Schließlich gehe es um die Festlegung von Standards für die Gefährdung von Triebwerken durch die Vulkanasche und eben um verbindliche Grenzwerte. Das Treffen vom Dienstag solle einen Runden Tisch zu dem Thema vorbereiten, an dem auch die Bundestagsfraktionen und der Verkehrsausschuss beteiligt werden sollten, sagte Ramsauer. Das Gremium soll erstmals nach der für den 4. Mai einberufenen Sonder-Verkehrsministerkonferenz der EU tagen.

dapd

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