Raketenangriff auf Bundeswehr in Kundus

Kundus - Vor dem Besuch des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai in Kundus ist das Bundeswehr-Feldlager dort mit Raketen angegriffen worden. Verletzt wurde niemand.

Das Einsatzführungskommando teilte mit, vier Raketen seien am Sonntagmorgen weit außerhalb des Lagers eingeschlagen. Niemand sei verletzt worden. Der Angriff habe vermutlich im Zusammenhang mit dem Besuch Karsais in Kundus gestanden. Karsai wurde vom Kommandeur der Internationalen Schutztruppe ISAF, US-General Stanley McChrystal, begleitet. Ein Bundeswehr-Sprecher sagte, ein ursprünglich geplanter Besuch Karsais und McChrystals im deutschen Feldlager habe nicht stattgefunden. Gründe dafür nannte der Sprecher nicht.

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Karsai rief die Taliban in Kundus zu einem Ende der Gewalt auf. “Meine Brüder, kommt zu mir, wenn Ihr Probleme habt oder Probleme bei uns seht, meine Tür steht Euch offen“, sagte Karsai bei einem Treffen mit Stammesältesten in Kundus-Stadt am Sonntag. “Wenn Ihr irgendwelche Forderungen habt, kommt uns sagt sie mir. Hört damit auf, Eure Brüder zu töten und Euer Land zu zerstören.“ Der Gouverneur der Provinz Kundus, Mohammad Omar, warnte bei dem Treffen vor einer weiteren Verschlechterung der Sicherheitslage in der Region und forderte eine Militäroperation. Karsai und McChrystal beendeten ihren Besuch in Kundus am Sonntagnachmittag.

dpa

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