Am Kyffhäuserdenkmal

Proteste begleiten Treffen des rechtsnationalen AfD-Flügels

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Die Polizei beendet einen Protest von Gegnern an der Zufahrt zum Treffen in Kyffhäuserland. Foto: Peter Förster

Der "Flügel" ist ein informelles, gut organisiertes Bündnis von Rechtsnationalen in der AfD. Ins Leben gerufen wurde die Gruppierung von Björn Höcke und André Poggenburg. Sie trifft sich einmal pro Jahr vor dem Kyffhäuser-Denkmal in Thüringen.

Kyffhäuserland - Unter lautstarkem Protest hat in Thüringen ein Treffen der rechtsnationalen AfD-Gruppierung "Der Flügel" begonnen. Einer Polizeisprecherin zufolge nahmen zwischen 550 und 600 Menschen an dem Treffen am Kyffhäuserdenkmal teil.

Mit dabei sind Parteivize Alexander Gauland, Parteichef Jörg Meuthen und der Thüringer Landesvorsitzende Björn Höcke. Rund 60 Gegendemonstranten pfiffen sie bei ihrer Anfahrt mit Trillerpfeifen aus und zeigten Transparente mit Aufschriften wie "Der AfD die Flügel stutzen" und "Rassismus ist keine Alternative".

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Auch die Parteispitzen wollten sich vor Ort zunächst nicht öffentlich äußern.

"Der Flügel" wurde 2015 von Höcke und dem Landeschef der AfD in Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, ins Leben gerufen. Er entstand als Reaktion auf die Versuche von Parteigründer Bernd Lucke, die Partei klar nach rechts abzugrenzen.

Anmelderin der Gegendemonstration war die Thüringer Linken-Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss. Sie halte es für notwendig, bei dieser Veranstaltung Gesicht zu zeigen, sagte sie. "Da muss dringend gegengehalten werden" - insbesondere im Jahr der Bundestagswahl.

dpa

Der Flügel zum Kyffhäusertreffen

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