PISA-Studienleiter: Deutsche Bildungsinvestitionen unterdurchschnittlich

Hamburg - Der internationale Leiter der PISA-Studie, Andreas Schleicher, hat die Bildungsinvestitionen in Deutschland als zu gering und schlecht verteilt kritisiert.

“Die Ausgaben sind in Deutschland weiterhin unterdurchschnittlich“, sagte Schleicher am Dienstag dem Online-Magazin “Spiegel Online“. Als ineffizient kritisierte er, dass etwa jüngere Schüler in zu großen Klassen unterrichtet werden. Ältere Schüler, die besser mit großen Gruppen zurecht kämen, säßen dagegen in kleinen Klassen.

In Berlin wurde am Dienstag eine weitere PISA-Studie der OECD veröffentlicht, die sich vor allem der Lesekompetenz von 15-Jährigen widmet.

Auch der Bildungsforscher Klaus Klemm sah die Bildungsfinanzierung in Deutschland kritisch. “Es zeichnet sich ab, dass viele Bundesländer in den kommenden Jahren die Mittel, die durch den Rückgang der Schülerzahlen frei werden, nicht im Schulsystem belassen werden“, sagte er ebenfalls “Spiegel Online“. Er bezweifelte auch, dass bis 2013 die gesetzliche Vorgabe erreicht wird, für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsplatz anzubieten. “Das Ziel ist kaum mehr erreichbar“, sagte Klemm.

dapd

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