Papst Benedikt spricht wohl im Bundestag

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Papst Benedikt XVI. wird bei seinem Deutschland-Besuch im September 2011 voraussichtlich im Bundestag sprechen.

Berlin - Papst Benedikt XVI. spricht bei seinem Deutschland- Besuch im September 2011 voraussichtlich im Bundestag. Die Fraktion der Grünen hat dagegen bereits Bedenken angemeldet.

Das teilte Parlamentspräsident Norbert Lammert am Donnerstag in Berlin mit. Er habe den Ältestenrat über das Interesse des Papstes an einer Rede im Berliner Reichstag informiert. Aus den Partei- und Fraktionsführungen haben er “Signale der Zustimmung“ erhalten, erklärte Lammert. Zuvor habe der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, ihm mitgeteilt, dass das katholische Kirchenoberhaupt eine frühere Einladung annehmen wolle, ergänzte Lammert. Benedikt XVI. kommt vom 22. bis 25. September 2011 zu seiner ersten offiziellen Staatsvisite in sein Heimatland.

Grünen-Fraktion hat Bedenken

Die Grünen-Fraktion hat Bedenken gegen die Pläne für eine Rede des Papstes im Bundestag angemeldet. “Der Deutsche Bundestag ist zu Recht zurückhaltend bei der Einladung ausländischer Staatsgäste“, sagte der Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Volker Beck, am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. “Der Papst ist in erster Linie das Oberhaupt einer Religionsgemeinschaft.“ Daraus ergebe sich aber die Frage, welche Repräsentanten anderer Religionsgemeinschaften künftig eingeladen werden sollten. Außerdem betone die Deutsche Bischofskonferenz, dass es sich bei dem geplanten Besuch des Papstes nicht um einen Staatsbesuch handele.

Die Linksfraktion reagierte zurückhaltend. “Wir sind nicht dagegen, wir nehmen es zur Kenntnis“, sagte Sprecher Hendrik Thalheim. “Staatsoberhäupter können dort sprechen, also kann auch der Papst dort sprechen.“ Die Linksfraktion sehe der Rede mit Interesse entgegen, weil Amtsvorgänger dieses Papstes in Friedensfragen und sozialen Fragen zum Nachdenken angeregt hätten.

dpa

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