Pakistanischer Minister ermordet

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Der pakistanische Minister für Minderheiten Shahbaz Bhatti ist tot.

Islamabad - Der christliche Minister für Minderheiten in Pakistan, Shahbaz Bhatti, ist am Mittwoch ermordet worden. Ein Krankenhaussprecher sagte, Bhatti sei bei seiner Ankunft im Krankenhaus bereits tot gewesen.

Der Polizeichef der pakistanischen Hauptstadt, Kalim Imam, sagte, Bhatti sei in Islamabad von zehn Kugeln getroffen worden. Der Minister hatte sich für Änderungen am umstrittenen Blasphemie-Gesetz seines Landes eingesetzt. Islamisten hatten ihn deswegen mit dem Tode bedroht.

Bhatti gehörte der regierenden Volkspartei PPP an. Er hatte noch im vergangenen Monat in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa Änderungen am Blasphemie-Gesetz gefordert, um den weit verbreiteten Missbrauch zu stoppen. Der Christ hatte gesagt, wegen seiner Kritik an dem Gesetz erhalte er Todesdrohungen. Er sei aber bereit, notfalls für seine Haltung zu sterben. Islamisten in Pakistan laufen Sturm gegen Änderungen an dem Gesetz.

dpa

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