Islam-Aussage: CSU-Politiker korrigiert Wulff

Berlin - Der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis hat die Rede von Bundespräsident Christian Wulff zur Deutschen Einheit als “wirklich große Rede“ gelobt, korrigiert aber eine Passage.

Alles in allem habe der Bundespräsident in die richtige Richtung gesprochen, sagte Geis am Montag im Deutschlandfunk.

Kritisch setzt er sich aber mit der Passage Wulffs zur Integration und dem Islam auseinander. Wulff hatte am Sonntag unter anderem gesagt, Deutschland habe eine christlich-jüdische Geschichte. Aber auch der Islam gehöre heute zu Deutschland. Diese Aussage sei “ein wenig missverständlich“, sagte der Abgeordnete.

Es wäre nicht damit einverstanden, wenn Wulff gemeint hätte, dass der Islam wie das Judentum und das Christentum zu Deutschland gehöre. So könne man die Aussage deuten, Wulff sage das aber nicht. Eine solche Gleichsetzung “wäre falsch und realitätsfern“, sagte Geis. Realität sei aber, dass der Islam mit über vier Millionen Muslimen in Deutschland da sei.

Geis sagte, Wulff fordere die Muslime dazu auf, sich nach den Regeln der abendländischen Kultur zu richten. Das sei die große Aufgabe der Integration. Erst wenn dies gelungen sei, “kann man sagen, dass der Islam zu Deutschland gehört“.

dapd

Rubriklistenbild: © mzv/mm

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