Neun Monate nach Votum

Nach EU-Austrittserklärung: Wie geht es weiter beim Brexit?

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Großbritannien will raus aus der EU.

London/Brüssel - Gut neun Monate nach dem Votum der britischen Wähler für den Brexit wird es nun ernst: Großbritanniens Premierministerin Theresa May beantragt am Mittwoch offiziell den Austritt aus der EU.

Damit beginnt die zweijährige Frist für Verhandlungen über die Trennung und über die künftigen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU. Bis die Scheidung vollzogen ist, steht beiden Seiten viel Arbeit bevor. Die nächsten Schritte:

EU-MANDAT: Sobald das Schreiben aus London eintrifft, zurrt die Rest-EU in drei Schritten ihre Verhandlungslinie fest: Ein Sondergipfel der 27 Staats- und Regierungschefs soll am 29. April Leitlinien bestimmen. Auf dieser Basis schlägt die EU-Kommission den Start der Verhandlungen und ein Mandat vor - also den offiziellen Auftrag für das Verhandlungsteam. Das Mandat muss dann vom Rat bestätigt werden.

VERHANDLUNGEN: EU-Chefunterhändler Michel Barnier und sein Expertenteam geben sich bis etwa Oktober 2018 für die eigentlichen Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens und über Übergangsregelungen.

RATIFIZIERUNG: Dann muss das Austrittsabkommen auf EU-Seite vom Europaparlament gebilligt und von den übrigen Mitgliedsländern angenommen werden - ohne Großbritannien. May will den Vertrag auch dem britischen Parlament vorlegen.

FRISTENDE: Das ganze Verfahren muss zwei Jahre nach dem offiziellen Austrittsgesuch abgeschlossen sein, also bis Ende März 2019. Eine Verlängerung ist möglich, wenn alle bleibenden EU-Staaten zustimmen.

dpa

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