„Amerika zuerst“ gilt nicht für Präsidententochter

Das fiese Spiel der Ivanka Trump

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Ivanka Trump untergräbt die Politik ihres Vaters, ihre Mode wird nicht in den USA produziert. 

Die Tochter des US-Präsidenten will die Frauenrechte stärken. Gleichzeitig lässt sie die Waren ihrer Modelinie von Arbeiterinnen unter schlechten Bedingungen in Asien herstellen - und fällt ihrem Vater in den Rücken.    

Washington -  „America first!“ Immer und immer wieder skandierte der US-Präsident Donald Trump diese zwei Wörter im Wahlkampf. Und auch bei seiner ersten Antrittsrede vor dem Kapitol: „America first!“ Sein Ziel: Arbeitsplätze in die USA zurückbringen und erhalten. Er sagte, dass sich die USA von den Einflüssen anderer Länder schützen müssten und Produkte aus den USA bevorzugt werden sollten. 

Was Donald Trump forderte, scheint seine eigene Tochter Ivanka nicht ernst und wichtig zu nehmen. Die Modelinie von Ivanka Trump kollidiert mit Vaters Politik. Der Tochter des Präsidenten wird vorgeworfen, billige und schlecht bezahlte Arbeiterinnen in Bangladesh, Indonesien und China zu beschäftigen, um die Produkte für den US-Markt herzustellen, wie die Washington Post berichtet.

Heimische Arbeitsplätze sichern gilt nicht für Ivanka Trump

Als Donald Trump in seiner Antrittsrede vor dem Kapitol betonte, wie wichtig die USA seien, und „America first“ als Motto der kommenden Jahre gelten müsse, legte 4300 Kilometer weiter westlich, in Long Beach, Kalifornien, das Containerschiff OOCL Ho Chi Minh City an, heißt es in der Washington Post. Darauf befanden sich Trump-Spandex-Strick-Blusen. Und: Weitere zehn Schiffe, die Markenschuhe von Ivanka Trump, Strickjacken und Lederhandtaschen an Bord gehabt hätten - bestimmt für den US-amerikanischen Markt, seien im Nordpazifik und im Altlanik, sowie vor den Küsten von Malta, Malaysia, Japan, Südkorea und Jemen unterwegs gewesen. Und das, während Donald Trump den Menschen in den USA versprach, heimische Arbeitsplätze zu sichern.  

Ivanka Trump posiert und zeigt ihre Modekollektion. Sie steht in massiver Kritik. Seit über sechs Jahren sollen Modewaren aus Billiglohnländern Asiens unter dem Label Ivanka Trumpin die USA eingeführt werden. 

Mit der breiten Recherche der Washington Post unter dem Titel„Ivanka Inc.“, die Präsidententocher und ihre unternehmerischen Aktivitäten, erntet Ivanka Trump erneut scharfe Kritik. Seit über sechs Jahren sollen Modewaren aus Billiglohnländern Asiens unter dem Label Ivanka Trump in die USA eingeführt werden. 

Wie die Washington Post weiter herausgefunden hat, lasse Ivanka Trump fast alle ihrer Produkte im Ausland herstellen. Damit untergräbt sich die propagierte Politik ihres Vaters. Es sei ein großes Problem für ihre Glaubwürdigkeit, unterstellen ihr Medien weltweit. Dass die Arbeiterinnen in Asien für die Modemarke Trump für 1,21 Dollar pro Stunde, mehr als zwölf Stunden am Tag rackern und das sechs Tage die Woche, scheint Ivanka Trump nicht zu interessieren. Das ist vor allem deshalb paradox, weil Ivanka Trump international die Stärkung von Frauenrechten fordert

Was macht Ivanka Trump eigentlich im Weißen Haus?

ch

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