Italien und Lettland noch extremer

Mehrheit gegen Einwanderung aus Nicht-EU-Ländern

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Eine deutsche Flagge halten Asylbewerber in den Händen.

Berlin - Fast zwei Drittel der Deutschen sind gegen Einwanderung aus Ländern außerhalb der Europäischen Union. In Nachbarstaaten ist die Ablehnung sogar noch höher.

Das geht aus der nationalen Auswertung des jüngsten „Eurobarometers“ im Auftrag der EU-Kommission hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach sind die Bundesbürger mit ihrer Haltung (61 Prozent dagegen) etwas kritischer als der Durchschnitt aller befragten Europäer, von denen 57 Prozent Einwanderer aus Nicht-EU-Ländern ablehnen. Das Thema Einwanderung ist für die Deutschen das wichtigste Problem in Europa, noch vor der Schuldenkrise.

Noch höher als in Deutschland ist die Ablehnung etwa in Italien (75 Prozent), Lettland (79) oder in der Slowakei (74), geringer in Schweden (25), Großbritannien (57) und Frankreich (58). Der Einwanderung aus EU-Ländern steht die Hälfte der Deutschen positiv gegenüber.

„Das Thema Migration ist brisanter geworden und hat die Mitte der Gesellschaft erreicht“, sagte der Vertreter der EU-Kommission, Richard Kühnel, der dpa. Bessere Integration von Zuwanderern aus Drittländern sei eine gemeinsame Aufgabe. Auch der Schutz von Flüchtlingen, die über das Mittelmeer in die EU kommen, müsse verbessert werden. „Hier sollten wir mehr machen“, sagte Kühnel zu der als unzureichend kritisierten EU-Mission Triton. „Jede neue Katastrophe führt uns vor Augen, dass wir noch mehr machen sollten.“

dpa

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