„Sie kennt das nicht so gut ...“

„Was soll der Quatsch?“ - AfD-Kollegin amüsiert sich bei „Illner“ über Beatrix von Storch

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Iris Dworeck-Danielowski (re.) am Donnerstag bei Maybrit Illner.

Bei Maybrit Illner wurde zum Thema Kinderarmut auch eine familienpolitische Sprecherin der AfD geladen - und die schoss ausgerechnet gegen Beatrix von Storch.

  • Bei Maybrit Illner im ZDF ging es am Donnerstag (21. November) um die Themen Kinder und Armut.
  • Geladen war neben Familienministerin Franziska Giffey auch eine AfD-Politikerin.
  • Iris Dworeck-Danielowski schießt im ZDF-Talk dann ausgerechnet gegen Beatrix von Strolch.

Berlin - Bei Maybrit Illner hat am Donnerstagabend (21. November) das Thema Familienarmut diskutiert. Obwohl der Staat 200 Millionen Euro für die Förderung von Familien ausgibt, ist es gerade für Alleinerziehende eine schwierige Aufgabe Kinder zu finanzieren. Jedes sechste Kind ist von Armut betroffen, 2,7 Millionen Kinder gelten als arm.

Talk mit Maybrit Illner im ZDF: Neben Franziska Giffey auch AfD-Sprecherin anwesend

Zu Gast sind neben Franziska Giffey, die alle SPD-Errungenschaften wie das Gute-Kita-Gesetz anbringt, auch die familienpolitische Sprecherin der AfD-Landtagsfraktion in NRW, Iris Dworeck-Danielowski. Sie tritt auch im ZDF-Talk offensiv für ein traditionelles Familienbild ein - ganz so, wie es die Linie ihrer Partei vorgibt. Doch einen internen Vorwurf kann sich die 41-Jährige bei Maybrit Illner im ZDF dann doch nicht verkneifen: Sie schießt gegen ihre Parteikollegin Beatrix von Strolch.

Bei Dworeck-Danielowski bekommen vor allem die Kitas in Deutschland ihr Fett weg. Sie habe Verständnis, dass Eltern mit ihren Kindern so lange wie möglich zusammenbleiben wollen, meint die AfD-Politikerin. Die Kitas scheinen es der Mutter hingegen nicht angetan zu haben: Sie könne „nachvollziehen, dass man frühkindliche Förderung will“, erklärt sie bei Maybrit Illner im ZDF, bevor das große „Aber“ kommt: „Die Bertelsmann-Stiftung hat bestätigt, dass die Personallage so schlecht ist, dass die Kinder nicht profitieren.“ Daher plädiert die AfD-Politikerin für eine Verbesserung der Kindergärten in Deutschland.

AfD-Kollegin schießt bei Maybrit Illner (ZDF) gegen Beatrix von Storch

Ihre Parteikollegin Beatrix von Strolch hat eine noch klarere Meinung zu Kitas und spricht über eine „Indoktrination“ in Kindergärten, die politisch motiviert sei. Nach dem Einspieler mit der Aussage ihrer AfD-Kollegin äußert Dworeck-Danielowski unverblümt ihren Unmut.

Iris Dworeck-Danielowski blamiert ihre AfD-Parteikollegin.

Als Illner nachfragt, ob sie Meinung von Storchs teile, legt Dworeck-Danielowski los. „Ich würde das sicherlich differenzierter betrachten“, sagt sie zunächst diplomatisch, bevor sie deutlicher wird: „Frau von Storch hat meiner Kenntnis nach selber keine Kinder und kennt das Kita-Leben nicht so gut aus der eigenen Erfahrung. Das muss man ja einfach mal so zugeben, also was soll der Quatsch“, stellt sie klar und schaut dabei belustigt. 

Nach Blamage von Beatrix von Strolch rudert AfD-Frau bei Illner im ZDF zurück

Doch dann rudert die AfD-Politikerin doch ein wenig zurück - denn „wenn die Kinder acht Stunden oder noch länger am Tag in der Kita sind, haben die Erzieherinnen natürlich einen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes“, erklärt Dworeck-Danielowski.

Einen Vorschlag mit potenziellem Sprengstoff für die von Dauerproblemen geplagte GroKo lieferte unterdessen Giffey: „Kinder sind keine kleinen Langzeitarbeitslosen“, erklärte sie - und erklärte, die geplante Kindergrundsicherung solle nicht auf Hartz-IV-Leistungen angerechnet werden.

In einer kürzlich erstellten Studie wurde ein sozialpsychologisches Bild der AfD-Wähler entworfen.

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