Fordert der Facebook-Chef bald Trump heraus?

Zuckerberg tourt durch die USA - weil er Präsident werden will?

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Mark Zuckerberg spricht öffentlich häufig über Politik. 

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg reiste in den vergangenen Tagen durch die USA und traf sich mit Vertretern verschiedener Bevölkerungsgruppen. Beobachter ziehen daraus eine verblüffende Spekulation. 

Washington - Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (33) war in den vergangenen Wochen viel unterwegs. Anfang Juli besuchte er Alaska und Kanada, danach reiste er durch mehrere weitere US-Bundesstaaten. Dahinter steckten jedoch weder private Gründe, noch hatten die Besuche einen direkten Bezug zu seiner Arbeit als CEO des sozialen Netzwerk Facebook. Stattdessen traf sich der 33-Jährige mit Vertretern unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen. 

In South Carolina, wo 2015 ein 21-Jähriger während einer Bibelstunde neun Afroamerikaner erschossen hatte, besuchte Zuckerberg den Anschlagsort und traf sich mit Führern der betroffenen Kirche. In Nebraska ging der Facebook-Gründer zu einer Schwulenparade, in Iowa traf er LKW-Fahrer, in Ohia Drogenabhängige. „National Listening Tour“, auf deutsch „Nationale Zuhör-Tour“, nennt Zuckerberg das. Er möchte Einblicke bekommen in das Leben seiner Facebook-Kunden. 

Darum sind Zuckerbergs Besuche politisch so interessant

Politische Beobachter sehen in Zuckerbergs US-Tour aber noch mehr: Nämlich das typische Verhalten eines Mannes, der sich darauf vorbereitet, auf das Amt des US-Präsidenten zu kandidieren. Auf diese Art startete auch Hillary Clinton einst ihre politische Solo-Karriere. „Er zeigt sich hier und dort. Das ist faszinierend“, wird  beispielsweise Jessica Vanden Berg, eine Strategin der Demokraten, von dem Portal newsfactor.com zitiert, „Sieht man sich seine Facebookseite an, ist sie perfekt für eine Kampagne.

Tatsächlich spricht Zuckerberg immer wieder im Internet und bei öffentlichen Auftritten über politische Themen. Zuletzt äußerte er sich beispielsweise zu den Auswirkungen des Klimawandels und zur Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen.  

Zudem überweist er häufig Spenden an die Demokraten. Rein formell erfüllt Zuckerberg die Anforderungen für eine Kandidatur ebenfalls: In vier Jahren hat er die für eine Kandidatur erforderliche Altersgrenze von mindestens 35 Jahre erreicht.    

Hegt Zuckerberg aber tatsächlich politische Ambitionen? Falls dem so ist, befällt er es bisher zumindest für sich. Der Facebook-Chef hat sich zu den Spekulationen noch nicht geäußert.

sr

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