De Maizière verteidigt Einsatz in Afghanistan

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Thomas de Maizière hält den Afghanistan-Einsatz für richtig.

Berlin - Vor dem für 2014 geplanten Bundeswehrabzug aus Afghanistan hat Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) die Entscheidung für den Kampf am Hindukusch als richtig bewertet.

"Vorher weiß man oft nicht, was ein solcher Einsatz an Geld und Blutzoll kostet. Aber der Einsatz war richtig“, sagte de Maizière am Donnerstag im ZDF-“Morgenmagazin“.

Der Bundestag entscheidet am Donnerstag darüber, die Obergrenze für die deutsche Truppenstärke von bisher 5350 auf 4900 Soldaten zu reduzieren. Eine breite Zustimmung gilt als sicher. Anfang 2013 sollen 500 weitere deutsche Soldaten abgezogen werden, wenn die Sicherheitslage es zulässt. Ende 2014 soll der Kampfeinsatz der Nato in Afghanistan enden.

Was dürfen deutsche Soldaten in Afghanistan?

Was dürfen deutsche Soldaten in Afghanistan?

“Jetzt geht es um einen sicheren, geordneten und nachhaltigen Übergang“, sagte de Maizière. Dabei sollten die afghanischen Streitkräfte aufgebaut werden und nach und nach die Verantwortung übernehmen. Das Ziel sei: “Wenn wir weg sind, darf nichts gefährdet werden von dem, was wir aufgebaut haben.“

De Maizière verglich den Abzug mit der Übergabe eines Steuers: “Wir haben bisher auf dem Fahrersitz gesessen und die Afghanen auf dem Beifahrersitz. Jetzt wechseln wir das allmählich. Und anschließend sind wir dann noch ein bisschen Fahrlehrer.“ Auch nach dem Abzug 2014 werde Deutschland das Land mit Geld, Soldaten und wahrscheinlich auch Polizisten für die Ausbildung unterstützen. “Wir lassen Afghanistan nicht allein“, versicherte er.

dpa

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