De Maizière: Afghanistan-Einsatz war kein Irrtum

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Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) ist überzeugt, dass der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr kein Irrtum war.

Hamburg - Verteidigungsminister de Maizière ist überzeugt, dass der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr kein Irrtum war. Regierung wie Opposition hätten jedoch überzogene Erwartungen an den Einsatz gehabt.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat die Entscheidung der damaligen rot-grünen Bundesregierung zur Teilnahme am Afghanistan-Einsatz 2001 verteidigt. “Afghanistan war kein Irrtum“, sagte de Maizière der Wochenzeitung Die Zeit. Sowohl Regierung als auch Opposition hätten vor zehn Jahren allerdings überzogene Erwartungen gehabt. “Wir sind alle mit Illusionen da hinein gegangen.“

Was dürfen deutsche Soldaten in Afghanistan?

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Auf eine vollständige Demokratisierung Afghanistans setze die Bundesregierung inzwischen nicht mehr, sagte der Minister. “Wir wollen nur noch erreichen, dass erstens von Afghanistan kein Terror exportiert werden kann und dass zweitens dort hinreichend stabile Sicherheitsstrukturen mit afghanischem Gesicht entstehen.“ Jetzt sei es die richtige Strategie, “rauszugehen“.

Die Bundeswehr ist seit Ende 2001 in Afghanistan im Einsatz. Derzeit sind noch etwa 5000 deutsche Soldaten am Hindukusch stationiert. Mit dem Abzug der ersten Bundeswehr-Angehörigen soll Ende des Jahres begonnen werden.

dpa

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