Bundestagsabgeordnete sorgt für Unverständnis

Linken-Politikerin twittert: „SED war Rechtspartei“

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Sie sitzt für Die Linke im Bundestag - und sagt, die SED sei eine Rechtspartei gewesen: Halina Wawzyniak sorgt derzeit mit einem Tweet für Unverständnis.

Berlin - Die Bundestagsabgeordnete Halina Wawzyniak ist Mitglied der Linken. Die Partei, im Jahr 2007 verschmolzen aus der SPD-Abspaltung WASG und der PDS, wird stets als Nachfolgepartei der SED eingeordnet. Nun schreibt Wawzyniak auf Twitter, bezugnehmend auf einen vorausgegangenen Tweet: „Im Kern war die SED eine rechte Partei.“ 

Die Linkspartei eine rechte Partei? Das sorgt nicht nur bei Twitter für Unverständnis. Dort antwortet CDU-Politiker Jens Spahn - eben erst selbst in Kritik geraten für seine Klage, Berliner Kellner sprächen alle nur noch Englisch - mit der Frage, ob Honecker nun folglich ein Nationalsozialist sei:

Ob sie wisse, dass die SED die Vorgängerpartei der Linken sei, fragen andere. Wawzyniak bleibt bei ihrem Standpunkt: „Juristisch ja. Politisch nein.“ Erstaunlich auch ihre Reaktion auf die Frage, ob ehemalige SED-Politiker wie Gregor Gysi, die heute in der Linken aktiv sind, dann eine politische 180-Grad-Wende gemacht haben: „Keine Ahnung, was die in der SED gemacht haben. In jedem Fall seit 1990 viel gelernt.“

Die Reaktion der Parteiführung der Linken steht noch aus.

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