Linke will Kosten für Guttenbergs Afghanistan-Reise wissen

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Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU, l) und seine Frau Stephanie lassen sich am Montag im Bundeswehr-Feldlager in Masar-i-Scharif in Afghanistan mit Soldaten fotografieren.

Berlin - Die Linke hat die Bundesregierung aufgefordert, die Kosten für die Afghanistan-Reise von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und seiner Frau Stephanie aufzuschlüsseln.

In einer am Montag eingereichten schriftlichen Anfrage, die der Nachrichtenagentur dapd vorliegt, will Linke-Chef Klaus Ernst wissen, wie hoch die Kosten für den getrennten Hubschrauberflug innerhalb Afghanistans für den Minister und seine Frau seien und wer diese Kosten übernehme.

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Das Paar hatte am Montag überraschend die deutschen Truppen in Nordafghanistan besucht. Ernst sagte der dapd: “Von den Kosten dieses Privatausflugs der zu Guttenbergs nach Afghanistan darf kein Cent beim Steuerzahler hängen bleiben.“ Das gelte für die direkten und indirekten Mehrkosten. Es sei von umfangreichen zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen die Rede, die allein viel Geld kosteten. Der Steuerzahler habe das Recht zu erfahren, ob er dafür aufkommen müsse, “dass eine Ministergattin eine PR-Show auf dem Rücken der deutschen Soldaten aufführt“.

dapd

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