Kroatiens Präsident begrüßt Kampf gegen "brutale Korruption"

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Festgenommen: Der frühere Kroatische Regierungschef Ivo Sanader.

Zagreb - Nach der Festnahme des früheren kroatischen Regierungschefs Ivo Sanader in Österreich hat Staatspräsident Ivo Josipovic den Kampf der Regierung gegen die Korruption gelobt.

“Die brutale Korruption wird verschwinden“, sagte das Staatsoberhaupt der Zeitung “Jutarnji list“ in Zagreb (Samstag). Er lobte ausdrücklich die Sanader-Nachfolgerin Jadranka Kosor, die mit ihrem Kampf gegen die allgegenwärtige Korruption “dem Land und langfristig auch ihrer Partei einen Gefallen getan hat“.

Seitdem Sanader vor eineinhalb Jahren ohne jede Angabe von Gründen zurückgetreten war, hatte seine Nachfolgerin die Korruption als ihr großes Thema entdeckt. Dutzende Manager und Funktionäre waren verhaftet worden, zwei ehemalige Minister sind inzwischen zu Haftstrafen verurteilt worden.

Nach übereinstimmender Darstellung der Medien soll Sanader der “Kopf der Korruptionskrake“ gewesen sein. Der ehemals starke Mann im Land hat alle Vorwürfe bestritten und spricht von einer politischen Kampagne seiner Gegner.

Das Auslieferungsverfahren Sanaders könnte sich über Jahre hinziehen, berichteten die kroatischen Zeitungen am Samstag. Sie verwiesen auf den Fall des früheren stellvertretenden kroatischen Verteidigungsministers Vladimir Zagorec. Der hatte seit 2000 unbehelligt in Wien gelebt und mit großen Immobilienprojekten und Geldsummen jongliert. Erst nach jahrelangem Bemühen war er an Kroatien ausgeliefert worden, wo er wegen Korruption zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde.

dpa

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