Konflikt verschärft sich weiter

Nordkorea droht den USA wegen Militärmanöver mit Vergeltung

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Auf Konfrontationskurs: Kim Jong-un (l) und Donald Trump.

Führen die gegenseitigen Drohungen zwischen Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und US-Präsident geradewegs in einen Krieg? Aus Pjöngjang kommen erneut scharfe Töne.

München - Nach dem Beginn eines gemeinsamen Militärmanövers der USA mit Südkorea hat Nordkorea seine Tonlage verschärft. Ein Sprecher der im Grenzort Panmunjom stationierten Einheit der nordkoreanischen Volksarmee drohte am Dienstag wegen der Übungen im Nachbarland mit „rücksichtsloser Vergeltung und Bestrafung“. Wie die Maßnahmen aussehen sollen, blieb unklar. Den USA wurde wie üblich unterstellt, einen Angriff vorbereiten zu wollen.

„Die USA werden für die katastrophalen Konsequenzen zur Verantwortung gezogen, die solche rücksichtslosen aggressiven Kriegsmanöver nach sich ziehen“, wurde der Militärsprecher von den Staatsmedien zitiert.

Weitere Verschärfung der Rhetorik

Dass Nordkorea seine Rhetorik bei Manövern auf der anderen Seite der Grenze verschärft, ist nicht unüblich. Doch die Spannungen hatten sich zuletzt nach zwei Interkontinentalraketentests durch Nordkorea im Juli wieder deutlich erhöht. Das Land arbeitet an der Entwicklung von Raketen, die einen Atomsprengkopf bis in die USA tragen können.

US-Präsident Donald Trump drohte der kommunistischen Führung in Pjöngjang mit „Feuer und Wut“, was angesichts der atomaren Bewaffnung beider Länder für Unruhe gesorgt hatte. Nordkorea drohte damit, Raketen in die Gewässer um die US-Pazifikinsel Guam abfeuern zu wollen. Letztlich stellte es seine Pläne aber zurück.

Die Streitkräfte der USA und Südkoreas haben die seit langem geplante elftägige Übung „Ulchi Freedom Guardian“ (Ulchi-Freiheitswächter) am Montag begonnen. Im Zentrum stehen computergestützte Simulationen eines Kriegs auf der koreanischen Halbinsel. Es finden keine Schießübungen wie bei den größeren Frühjahrsmanövern der beiden Alliierten statt.

dpa

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