Koalition erwägt „Abrissprämie“

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Beim Abriss von Altbauten, die ansonten eine aufwändig Wärmesanierung bekommen müssten, möchte die Koalition unter Umständen finanziell nachhelfen.

Berlin – Zur Wärmesanierung von Gebäuden denkt die schwarz-gelbe Koalition über eine „Abrissprämie“ älterer Häuser nach. Das Ziel bis 2050 heißt: Null-Emissions-Standard.

Von den Plänen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm könne auch für Ersatzneubauten geöffnet werden. In vielen Fällen sei dies günstiger, „als ältere Häuser zu Tode zu dämmen“, hieß es.

In dem Energiekonzept der Regierung heißt es, dass bis 2050 alle Gebäude auf einen „Null-Emissions“-Standard gebracht werden sollen. Das bedeutet, dass die Gebäude möglichst wenig Energie verbrauchen sollen – und wenn, dann nur Öko-Energien. So will die Regierung ihre Klimaschutzziele erreichen.

Fast 50 Prozent der Energie werden in Gebäuden verbraucht, vor allem für das Heizen. Unterdessen deutete der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbauministerium, Jan Mücke (FDP), eine Kehrtwende bei der Förderung der Energie-Sanierung an. „Das CO2-Sanierungsprogramm sollte auf bis zu drei Milliarden Euro im Jahr aufgestockt werden“, sagte er. Bislang war eine Kürzung im kommenden Jahr auf 436 Millionen Euro vorgesehen. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte, auch Bauminister Peter Ramsauer (CSU) setze sich für die Erhöhung der Mittel ein.

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