Unbekannte schänden Holocaust-Mahnmal 

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Die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, Israel.

Jerusalem - Unbekannte haben nach Angaben der israelischen Polizei das Holocaust-Mahnmahl Yad Vashem mit antizionistischen Sprüchen besprüht.

 

Die Täter schmierten an mehreren Orten auf dem weitläufigen Gelände etwa zehn Graffiti an Wände, wie Sprecherin Esti Yaari mitteilte. Besonders ein Mahnmal auf dem Warschauer-Ghetto-Platz sei betroffen. Einer der Slogans in hebräischer Sprache lautete „Hitler, Danke für den Holocaust“, ein anderer „Die Zionisten wollten den Holocaust“.

Der Polizeisprecher Mickey Rosenfeld sagte, auf der Suche nach den Tätern ermittele man in verschiedene Richtungen. Möglicherweise seien ultraorthodoxe jüdische Extremisten für die Schmierereien in roter, schwarzer und weißer Farbe verantwortlich.

Einer der Slogans rief die polnische Regierung dazu auf, „den Zionisten nicht mehr zu ermöglichen, manipulative Gedenkzeremonien in Auschwitz abzuhalten“. Die Unterschrift in roter Farbe lautete „Das gottesfürchtige Welt-Judentum“. Es gibt verschieden Strömungen strengreligiöser Juden, die den modernen Staat Israel als Gotteslästerung ablehnen. Nach ihrer Auffassung darf ein jüdischer Staat nur durch den Messias, also durch Gottes Hand, gegründet werden.

„Wir sind schockiert und verstört über diesen Ausdruck brennenden Hasses gegen die Zionisten und den Zionismus“, sagte der Vorsitzende von Yad Vashem, Avner Schalev. „Diese beispiellose Tat überschreitet eine rote Linie.“

Yad Vashem („Denkmal und Name“) in Jerusalem ist die größte Holocaust-Gedenkstätte der Welt. Sie wurde 1953 auf Beschluss des israelischen Parlaments gegründet. Hier sind die Namen von knapp vier Millionen der sechs Millionen ermordeten Juden dokumentiert.

Gauck zum Staatsbesuch in Israel

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