Heime im Bereitschaftsbetrieb

In zwölf Bundesländern stehen Flüchtlingsunterkünfte leer

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Leer: Blick in ein Zweibettzimmer einer Flüchtlingsunterkunft. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild

Sie sind durchgehend bezugsbereit, die Kosten dafür sind aber immens: In zwölf Bundesländern stehen viele Erstaufnahmeeinrichtungen leer.

Berlin (dpa) - Wegen des stark zurückgegangenen Zuzugs von Flüchtlingen stehen nach einem Medienbericht in 12 der 16 Bundesländer Erstaufnahmeeinrichtungen leer. Nur in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Bremen sind alle derartigen Unterkünfte belegt.

Das ergab eine Umfrage des Magazins "Focus" bei den zuständigen Ministerien. Die leerstehenden Aufnahmeeinrichtungen in den anderen Ländern seien derzeit im Bereitschaftsbetrieb und könnten im Falle eines Anstiegs der Flüchtlingszahlen schnell wieder aktiviert werden.

Die nicht belegten Unterkünfte kosten den Staat demnach viel Geld. So werden laut "Focus" in Schleswig-Holstein mit Seeth und Lütjenburg zwei Liegenschaften mit einer Kapazität von bis zu 2500 Plätzen im Standby-Modus bereitgehalten. Dies schlage monatlich mit 692 000 Euro zu Buche.

Diese Summe setzt sich unter anderem aus Bewirtschaftungs- und Wachdienstkosten zusammen. In Sachsen seien im vergangenen Jahr Kosten von 5,88 Millionen Euro für damals fünf leerstehende Unterkünfte im Standby-Modus angefallen, von denen vier noch immer nicht belegt seien.

Bericht Focus Online

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