Neonazi-Gruppe

Horst Seehofer: Innenminister verbietet rechtsextreme Gruppierung „Sturmbrigade 44“

Das Bundesinnenministerium hat die rechtsextremistische Gruppierung „Sturmbrigade 44“ verboten. Vorausgegangen waren Medienberichten zufolge Razzien in mehreren Bundesländern.

Berlin - Der Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die rechtsextremistische Gruppierung „Wolfsbrigade 44“ verboten. Das verkündete sein Sprecher Steve Alter am Dienstag auf Twitter.

Die Gruppierung sei auch unter dem Namen „Sturmbrigade 44“ bekannt. Seehofer teilte mit: „Wer die Grundwerte unserer freiheitlichen Gesellschaft bekämpft, bekommt die entschlossene Reaktion unseres Rechtsstaates zu spüren.“(dpa)

Verbot rechtsextremistischer Gruppierung: Wolfsbrigade 44, auch bekannt unter Sturmbrigade 44

Wie die Tagesschau berichtet, waren Razzien gegen 13 Mitglieder der Gruppierungen in drei Bundesländern dem Verbot vorausgegangen. In Hessen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern kam es zu Durchsuchungen. Geplant waren ursprünglich vier Bundesländer. Doch Razzien in Sachsen-Anhalt waren, so Tagesschau, nicht möglich, da das Gericht keinen Durchsuchungsbeschluss erließ.

Die Bundesanwaltschaft hatte im Juli 2019 in vier Bundesländern Wohnungen durchsuchen lassen von Menschen, die in Verdacht der Mitgliedschaft einer kriminellen Vereinigung standen. Sechs Beschuldigte standen unter Verdacht. Sie sollen 2018 innerhalb der „Wolfsbrigade“ die Untergruppierung „Sturmbrigade“ gebildet haben - als „bewaffneten Arm“, nach Angaben der Behörde in Karlsruhe. Das berichtet die Associated French Press. Ziel der Gruppierung sei das „Wiedererstarken eines freien Vaterlandes“ nach dem „germanischen Sittengesetz“.(aka mit dpa und afp)

Rubriklistenbild: © Tobias SCHWARZ / AFP)

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