Schüsse am Mittwochabend

Blutnacht von Hanau: Was wir sicher wissen - und was nicht

Nach Schüssen in Hanau sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen - darunter auch der mutmaßliche Täter. Was bislang über den Fall bekannt ist.

  • Im hessischen Hanau sind am Mittwochabend (19. Februar 2020) Schüsse gefallen.
  • Mindestens elf Menschen starben - darunter auch der Täter. Weitere Menschen wurden lebensgefährlich verletzt.
  • Offenbar soll die Bluttat einen rechten Hintergrund haben. Der Verdächtige hat ein Bekennerschreiben und ein Video hinterlassen.

Hanau (Hessen): Was wir über die Bluttat sicher wissen 

  • Am Mittwochabend kam es zu Schüssen in der hessischen Stadt Hanau
  • Die ersten Schüsse fielen gegen 22 Uhr in einer Shisha-Bar am Heumarkt, im Westen von Hanau. Kurz darauf fielen in einer weiteren Shisha-Bar Schüsse im Stadtteil Kesselstadt.
  • Die Spuren wurden mit Farbspray markiert. Die Polizei forderte Passanten auf, den Bereich zu verlassen und sich in ihre Wohnungen zu begeben.
  • Es wurden neun Menschen getötet, mehrere verletzt.
  • Nach Zeugenaussagen zu einem dunklen Fluchtfahrzeug sind Polizei-Spezialkräfte in eine Wohnung im Stadtteil Kesselstadt eingedrungen.
  • Dort wurden der mutmaßliche Täter Tobias R. (43) und seine Mutter (72) tot aufgefunden. 
  • Der Verdächtige hat ein Bekennerschreiben hinterlassen. 
  • Auch ein YouTube-Video ist mittlerweile aufgetaucht, in dem der mutmaßliche Schütze in fließendem Englisch von einer „persönlichen Botschaft an alle Amerikaner“ spricht und wirre Verschwörungstheorien verbreitet.
  • Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. 
  • Video des Polizei-Einsatzes in Hanau kursieren auf Twitter

Über die schrecklichen Vorfälle am Mittwochabend berichtet auch op-online.de*.

Hanau (Hessen): Was wir über die Bluttat noch nicht sicher wissen

  • Unklar ist derzeit noch, ob der Täter aufgrund eines rechtsextremen Weltbildes zur Tat motiviert wurde. Allerdings gehen die Ermittler derzeit davon aus.
  • Ebenfalls noch unklar ist, ob der Täter als Teil eines rechten Netzwerks bzw. einer Terrorgruppe gehandelt hat.
  • Ferner ist wenig über die Opfer bekannt. Es hieß zunächst, dass viele junge und kurdischstämmige Menschen in den Shisha-Bars gewesen seien. 
  • Auch die genaue Zahl an Verletzten und der Grad ihrer Verletzungen ist noch nicht bestätigt worden. Ein Mensch soll noch schwer verletzt sein.

lks/dpa

Nun hat die Bluttat in Hanau auch Auswirkungen auf den Münchner Fasching. Denn eine bedeutende Veranstaltung wurde abgesagt, wie *tz.de berichtet. In der Bundesliga steht der Spieltag im Zeichen des Gedenkens um die Opfer von Hanau.

Unter den Opfern der Bluttat in Hanau ist auch ein Mann aus Regensburg (Bayern). Sein Bruder berichtet von dramatischen Umständen.

*Merkur.de, *tz.de und op-online.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Boris Roessler

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