Guttenberg: Kosovo-Einsatz zu Unrecht "vergessen"

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Guttenberg in Kosovo.

Prizren - Der Bundeswehreinsatz im Kosovo verdient nach den Worten von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mehr Aufmerksamkeit.

Es handele sich zu Unrecht um eine “vergessene Mission“, sagte Guttenberg am Montagabend bei einem Besuch der deutschen Soldaten in Prizren. Die Fortschritte im Kosovo seien sichtbar, auch wenn noch ein Stück Weg zu gehen sei. Deutschland ist im Kosovo mit rund 1500 Soldaten der größte Truppensteller der NATO- geführten internationalen Schutztruppe KFOR. Am Dienstag wollte der Minister nach Bosnien-Herzegowina weiterreisen, wo 120 deutsche Soldaten für die europäische Friedenstruppe EUFOR stationiert sind.

Guttenberg bekräftigte, dass die Strukturen der Bundeswehr überprüft und an die Erfordernisse einer Armee im Einsatz angepasst werden sollen. Er wolle eine Strukturkommission einsetzen, die bis Ende des Jahres Ergebnisse vorweisen solle. “Zu den Einsatzrealitäten gehört auch, dass man eben jene auch beschreibt. Dass man nicht nur verdruckst mit den Wirklichkeiten umgeht, sei es im Kosovo, sei es in Afghanistan oder seien sie andernorts“, sagte der Minister. Man dürfe nicht verschüchtert und verdruckst “um den Brei“ herumreden, sondern müsse die Dinge in aller Klarheit darstellen, sagte er vor deutschen Soldaten.

dpa

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